2018 Mercedes-Benz AMG GT C
Schätzwert / Estimate
EUR 110.000 – 130.000
Technische Details / Technical DETAILS
Fahrgestell / Chassis
WMX1903801A020873
Motor / Engine
–
Papiere / Documents
Datenauszug und österreichische Zulassung
Deutsche Zulassungs-bescheinigung (2018)
Auktion / Auction
Ort / Location
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum / Date
17. Oktober 2026
11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing
16. und 17. Oktober 2026
Seltener GT C in Coupéform
In Norddeutschland ausgeliefert
Außergewöhnliche Farbkombination
Gerade erst im September frisch serviciert
In Österreich zugelassen und NoVA bezahlt
Originale 51.000 Kilometer Laufleistung
Als Mercedes-AMG 2014 den GT präsentierte, waren die Fußstapfen groß. Sehr groß sogar. Schließlich trat der Neue indirekt die Nachfolge des SLS AMG an, musste fortan jedoch ohne dessen Flügeltüren auskommen. Dafür rückte er preislich und konzeptionell näher an den Porsche 911. Entwickelt wurde der intern C 190 genannte Sportwagen erstmals vollständig von Mercedes-AMG in Affalterbach.
Das Rezept war klassisch: Motor vorne, Getriebe hinten, dazwischen eine Transaxle-Welle. Der neue Vierliter-V8-Biturbo saß weit hinter der Vorderachse, das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an der Hinterachse. Das sorgte für eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung. Zum Start gab es den GT mit 462 PS und den GT S mit 510 PS. Bereits Letzterer schaffte 310 km/h und den Hunderter in unter vier Sekunden.
Doch Affalterbach wäre nicht Affalterbach gewesen, hätte man es dabei belassen. 2016 präsentierte man in Goodwood den GT R. 585 PS, breitere Spur, aktive Aerodynamik, Hinterachslenkung und viel Entwicklungsarbeit auf der Nürburgring-Nordschleife machten aus dem schnellen Gran Turismo ein ziemlich ernsthaftes Werkzeug.
2017 kam der offene GT Roadster, wahlweise als GT oder 557 PS starker GT C. Letzterer brachte die breitere Karosserie und einiges an Technik des GT R wie etwa die Hinterachslenkung auf die Straße, ohne dessen kompromisslose Ausrichtung zu übernehmen. Kurz darauf erhielt auch das Coupé zum 50. Geburtstag von AMG eine GT-C-Version.
Mit der Modellpflege wuchsen Leistung und Variantenvielfalt weiter. An der Spitze stand schließlich der 2020 vorgestellte GT Black Series. Sein Vierliter-V8 erhielt unter anderem eine flache statt der sonst AMG-typischen gekreuzten Kurbelwelle und leistete gewaltige 730 PS. Dazu kamen ein riesiger Heckflügel, ausgefeilte aktive Aerodynamik und eine Optik, die endgültig jede Erinnerung an einen gepflegten Gran Turismo vertrieb.
Dazwischen lagen GT, GT S, GT C und GT R, Roadster, Sondermodelle und schließlich die Black Series. Allen gemeinsam waren der handgefertigte V8, die lange Haube und ein Fahrgefühl, bei dem die Hinterräder nie vergessen ließen, wer die Arbeit erledigte. 2021 endete die Produktion der ersten Generation.
Dieser Mercedes-AMG GT C wurde im April 2018 über die Rostocker Mercedes-Vertretung ausgeliefert. Er besticht auf den ersten Blick mit seiner außergewöhnlichen Farbkombination aus Hyazinthrot metallic (996) und dem dazu passenden zweifarbigen Leder- und Nappa-Interieur in Semianilin Rot (857A). Die Liste an Sonderausstattungen ist ebenso lang wie beeindruckend. Mit elektronischem Sperrdifferenzial, Panoramadach und umschaltbarem Auspuff seien nur einige wenige hier genannt.
2022 kam der GT C nach Österreich und wurde ohne Rücksicht auf die horrenden Abgaben hierzulande zugelassen. Bis heute ist er gerade einmal 51.000 Kilometer gelaufen und kommt frisch vom Service, das er gerade erst diesen September bei Pappas absolvierte.
Mit seiner breiteren, gedrungenen Erscheinung und dem großen Flügel am Heck ringt einem der GT C bereits Respekt ab, bevor man überhaupt eingestiegen ist. Im Cockpit fühlt er sich einerseits ganz vertraut nach Mercedes an, andererseits sorgt er spätestens mit Druck auf den Startknopf nachhaltig für Gänsehaut. Der Klang ist so infernalisch, dass man sich zunächst im falschen Modus vermutet. Jedes noch so vorsichtige Kitzeln des Gaspedals quittiert er mit ehrfurchtgebietendem Gebrüll. Was dieses Stück deutscher Wertarbeit mit seinen 557 PS zu leisten imstande ist, kann man als Normalsterblicher nur erahnen. Vernunft war bei AMG offensichtlich kein Entwicklungsziel.
Rare GT C in Coupé form
Delivered new in northern Germany
Exceptional colour combination
Freshly serviced this September
Registered in Austria with NoVA paid
Original 51,000 kilometres
When Mercedes-AMG presented the GT in 2014, it had some very big shoes to fill. Very big indeed. After all, the newcomer indirectly succeeded the SLS AMG, albeit without its gullwing doors. In return, it moved closer to the Porsche 911 both in concept and price. Known internally as the C 190, it was the first sports car to be developed entirely by Mercedes-AMG in Affalterbach.
The recipe was a classic one: engine at the front, gearbox at the rear, with a transaxle shaft connecting the two. The new four-litre twin-turbo V8 sat well behind the front axle, while the seven-speed dual-clutch transmission was mounted at the rear. The result was near-perfect weight distribution. At launch, there was the GT with 462 hp and the GT S with 510 hp. The latter was already capable of 310 km/h and 0–100 km/h in under four seconds.
But Affalterbach would not have been Affalterbach had it stopped there. In 2016, the GT R was unveiled at Goodwood. With 585 hp, a wider track, active aerodynamics, rear-wheel steering and plenty of development work on the Nürburgring Nordschleife, the rapid Gran Turismo became a very serious piece of machinery indeed.
The open GT Roadster arrived in 2017, available either as the GT or as the 557 hp GT C. The latter brought the wider body and some of the GT R’s technology, including rear-wheel steering, to the road without adopting its uncompromising character. Shortly afterwards, to mark AMG’s 50th anniversary, the GT C also became available as a Coupé.
With the facelift came still more power and an ever-wider choice of variants. At the very top sat the GT Black Series, introduced in 2020. Among other changes, its four-litre V8 received a flat-plane rather than AMG’s usual cross-plane crankshaft and produced a mighty 730 hp. Add an enormous rear wing, sophisticated active aerodynamics and looks that finally banished any remaining thoughts of a genteel Gran Turismo.
In between came the GT, GT S, GT C and GT R, Roadsters, special editions and ultimately the Black Series. What they all shared was a hand-built V8, a long bonnet and a driving experience in which the rear wheels never let you forget which end was doing the work. Production of the first generation ended in 2021.
This Mercedes-AMG GT C was delivered through the Mercedes dealership in Rostock in April 2018. At first glance, it impresses with its exceptional combination of Hyacinth Red metallic (996) and a matching two-tone leather and Nappa interior in Semianiline Red (857A). The list of optional equipment is as long as it is impressive. An electronic limited-slip differential, panoramic roof and switchable sports exhaust are merely a few highlights.
In 2022, the GT C came to Austria and was registered here regardless of the rather painful taxes involved. To date, it has covered just 51,000 kilometres and comes freshly serviced, having visited Pappas only this September.
With its wider, more muscular stance and large rear wing, the GT C commands respect before you have even climbed aboard. The cockpit feels reassuringly familiar as a Mercedes, yet the moment you press the start button, things become rather more exciting. The sound is so infernal that at first you wonder whether you have somehow selected the wrong mode. Even the gentlest tickle of the accelerator is answered with an awe-inspiring roar. What this piece of German engineering is capable of with 557 hp is something mere mortals can only begin to imagine.
Common sense was evidently not among AMG’s development targets.
Wolfgang Humer, +43 650 7262524
Reinhard Granner, +43 699 17127272