2005 Dodge Viper GTS
Schätzwert / Estimate
EUR 50.000 – 65.000
Technische Details / Technical DETAILS
Fahrgestell / Chassis
1B3ER69E6YV604245
Motor / Engine
–
Papiere / Documents
Österreichische Einzelgenehmigung
Auktion / Auction
Ort / Location
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum / Date
17. Oktober 2026
11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing
16. und 17. Oktober 2026
Einer der ungefiltertsten Sportwagen aller Zeiten
Seit 2013 in letzter, österreichischer Hand
Umfangreiche Wartungshistorie
43.000 Kilometer auf der Uhr
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. Außer durch noch mehr Hubraum. Als Dodge Anfang der 1990er-Jahre die Viper auf die Straße brachte, wirkte sie wie der Gegenentwurf zum immer vernünftiger werdenden Sportwagen. Kein Turbo, kein Allradantrieb und möglichst wenig Elektronik – dafür ein riesiger V10 unter einer noch größeren Motorhaube.
1996 folgte mit der Viper GTS die geschlossene Variante. Ihr Dach mit den charakteristischen zwei Wölbungen erinnerte ebenso wie die blau-weiße Lackierung der frühen Exemplare ganz bewusst an amerikanische Rennwagen der Vergangenheit. Vor allem aber war die GTS mehr als nur eine Viper mit festem Dach.
Unter der endlosen Haube arbeitete ein 8,0-Liter-V10, dessen Aluminiumkonstruktion unter Mitwirkung von Lamborghini entwickelt worden war. Zur Jahrtausendwende leistete der schon 456 PS und stellte mehr als 660 Newtonmeter Drehmoment bereit. Geschaltet wurde ausschließlich von Hand über ein Tremec-Sechsganggetriebe, angetrieben selbstverständlich nur die Hinterräder.
ABS gab es bei der 2000er Viper noch nicht, eine elektronische Stabilitätskontrolle ebenso wenig. Wer so viel Leistung und Hubraum bestellte, bekam sie weitgehend ungefiltert geliefert. Breite Reifen, ein vergleichsweise niedriges Gewicht und gewaltiges Drehmoment ermöglichten Fahrleistungen auf Supersportwagenniveau. Gleichzeitig verlangte die Viper von ihrem Fahrer mehr Aufmerksamkeit als ihre zeitgenössischen Konkurrenten. Gerade darin liegt heute ihr Reiz. Acht Liter, zehn Zylinder und sechs Gänge und es lag ganz in der Hand des Fahrers, was er damit anstellte.
Diese Viper GTS wurde bereits im Jahr 2000 gebaut, allerdings erst im Juli 2005 erstmals zugelassen. Seit 2013 befand sie sich in den Händen ihres letzten Besitzers. Eine durchgehende Wartungshistorie von 2013 bis Ende 2025 zeigt, wie sehr ihm die Pflege seines außergewöhnlichen Sportwagens am Herzen lag. So erhielt der V10 bei 34.000 Kilometern ein umfangreiches Service. Über alle Arbeiten wurde sorgfältig Buch geführt. Heute wirkt die Viper wie ein automobiler Anachronismus, der ganz offen seine Unvernunft zur Schau stellt. Und genau das ist es, was ihre Faszination ausmacht: eine Kreuzung aus einer gehörigen Portion Ehrfurcht, gepaart mit unendlicher Lässigkeit.
One of the most unfiltered sports cars of all time
With its last Austrian owner since 2013
Extensive service history in recent years
43,000 kilometres on the clock
There is no substitute for cubic capacity. Except even more cubic capacity. When Dodge unleashed the Viper onto the road in the early 1990s, it seemed like the antithesis of the increasingly sensible sports car. No turbo, no four-wheel drive and as little electronics as possible – but an enormous V10 beneath an even more enormous bonnet.
In 1996, the Viper GTS arrived as the closed version. Its roof, with its characteristic twin humps, was a deliberate nod to American racing cars of the past, as was the blue-and-white paintwork of the early examples. More importantly, however, the GTS was far more than simply a Viper with a fixed roof.
Under that endless bonnet sat an 8.0-litre V10, its aluminium construction developed with the involvement of Lamborghini. By the turn of the millennium, it was producing 456 hp and more than 660 Nm of torque. Gears were changed exclusively by hand through a Tremec six-speed gearbox, while naturally, only the rear wheels were driven.
The 2000 Viper still had no ABS, nor was there any electronic stability control. Anyone ordering this much power and displacement got it delivered largely unfiltered. Wide tyres, comparatively low weight and immense torque provided supercar levels of performance. At the same time, the Viper demanded rather more attention from its driver than its contemporary rivals. Today, that is precisely where much of its appeal lies. Eight litres, ten cylinders and six gears – and what happened next was entirely in the driver’s hands.
This Viper GTS was built in 2000, although it was not first registered until July 2005. It had been in the hands of its last owner since 2013. A continuous service history from 2013 through to the end of 2025 shows just how seriously he took the care of his extraordinary sports car. At 34,000 kilometres, the V10 received an extensive service, and meticulous records were kept of all work carried out.
Today, the Viper feels like an automotive anachronism, openly flaunting its own lack of reason. And that is precisely what makes it so fascinating: equal parts healthy respect and infinite cool.
Wolfgang Humer, +43 650 7262524
Reinhard Granner, +43 699 17127272