1992 Porsche 968 Cabriolet
- Letztes Modell der Transaxle-Ära
- Eines von nur rund 4.000 gebauten Cabriolets
- Ungewöhnliche Farbkombination
- Gepflegter Erhaltungszustand
Schätzwert
EUR 16.000 – 24.000
Ohne Limit / no reserve
Technische Details
Chassis
WP0ZZZ96ZNS840465
Papiere
Deutsche Zulassung
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
1991 präsentierte Porsche den 968 – Nachfolger des 944 und zugleich das letzte Kapitel einer Ahnenreihe, die mit dem 924 Mitte der 1970er-Jahre begonnen hatte. In Zuffenhausen sprach man lieber von einem neuen Modell, doch im Kern war der 968 die finale Entwicklungsstufe des Transaxle-Konzepts: Motor vorn, Getriebe hinten – für perfekte Gewichtsverteilung und ausgewogenes Handling.
Besonders reizvoll war das Cabriolet, gebaut bei Karmann in Osnabrück. Die Linien, entworfen von Harm Lagaay, wirkten glatt und klar – verwandt mit dem 944, aber mit deutlich stärkerer Porsche-Identität. Das elektrisch versenkbare Stoffverdeck machte den offenen 968 zum gelungenen Spagat zwischen kühler Transaxle-Technik und sinnlichem Offenfahrvergnügen.
Unter der Haube arbeitete der größte und stärkste Vierzylinder der Welt in Serienproduktion: 3,0 Liter Hubraum, 240 PS und 305 Newtonmeter Drehmoment. Genug, um das Cabriolet in 6,5 Sekunden auf 100 km/h zu katapultieren und über 240 km/h schnell zu machen – beeindruckende Werte für einen offenen Viersitzer jener Zeit. Das Fahrwerk galt als ausgewogen, die Lenkung als präzise, und das offene Dach machte jede Fahrt zu einem besonders intensiven Erlebnis.
Trotz seiner Qualitäten blieb der 968 stets ein Außenseiter. Der hohe Preis und der Schatten des 911 ließen ihn nie ganz aus dessen Windschatten treten. Nur rund 12.000 Exemplare wurden gebaut, davon knapp 4.000 Cabriolets. Heute gilt der 968 als würdiger Abschluss der Transaxle-Ära – kein Überflieger, aber ein kultivierter, technisch brillanter Sportwagen.
Dieses polarsilberne 968 Cabriolet wurde 2012 vom Vorbesitzer aus dem Sunshine State Florida nach Deutschland importiert. Nach erfolgreicher TÜV-Abnahme ließ es der Einbringer 2014 zu. Heute präsentiert sich das Cabriolet mit seinem hellgrauen Interieur in einer außergewöhnlich stimmigen Farbkombination. Besonders erfreulich: das manuelle Schaltgetriebe, das dem Wagen den sportlichen Charakter bewahrt. Da der Porsche zuletzt wenig bewegt wurde, empfiehlt sich vor der Wiederinbetriebnahme eine technische Durchsicht – ansonsten steht einem ungetrübten Fahrvergnügen nichts im Wege.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272