1990 Porsche 944 Turbo
Schätzwert / Estimate
EUR 28.000 – 38.000
Technische Details / Technical DETAILS
Fahrgestell / Chassis
WP0ZZZ952LN100177
Motor / Engine
–
Papiere / Documents
Deutsche Zulassungsbescheinigung
Auktion / Auction
Ort / Location
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum / Date
17. Oktober 2026
11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing
16. und 17. Oktober 2026
Mit 250 PS der stärkste Serien-944
Zeitlose Kombination ganz in schwarz
Umfassende jüngere Service-Historie
33-Punkte-Check von Porsche München
Durchaus glaubhafte 44.000 Kilometer
1981 hatte Porsche in Le Mans einen Feldversuch gewagt. Der von Walter Röhrl und Jürgen Barth gefahrene 924 GTP war eigentlich ein 944 mit Turboaufladung. 1985 ging man dann in Zuffenhausen mit dem 944 Turbo in Serie. Aus dem ausgewogenen Transaxle-Sportwagen wurde damit ein ernsthaft schneller Sportler.
Die Voraussetzungen waren dafür ohnehin gegeben. Der 944 basierte konzeptionell auf dem 924, trat mit breiteren Kotflügeln und kräftigerem Auftritt aber deutlich selbstbewusster auf. Sein Vierzylinder saß vorne, das Getriebe an der Hinterachse. Die nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung sorgte für ein Fahrverhalten, das selbst deutlich exotischere Sportwagen alt aussehen ließ. Und dazwischen saßen Fahrer und Passagiere erstaunlich bequem.
Mit dem Turbo kam die entsprechende Leistung dazu. Der 2,5-Liter-Vierzylinder erhielt einen KKK-Turbolader und leistete zunächst 220 PS. Damit waren rund 245 km/h möglich, und auch sonst bewegte sich der 944 Turbo plötzlich in Regionen, in denen er deutlich teureren Sportwagen unangenehm werden konnte. Dazu kamen naturgemäß größere Bremsen, ein überarbeitetes Fahrwerk und eine aerodynamisch geglättete Front. Porsche hatte nicht einfach einen Turbo eingebaut, sondern das ganze Auto entsprechend weiterentwickelt.
1988 folgte der Turbo S mit 250 PS, größeren Bremsen, Sperrdifferenzial und nochmals geschärftem Fahrwerk. Was zunächst als Sondermodell gedacht war, wurde bald zum neuen Standard: Ab 1989 leistete auch der reguläre 944 Turbo 250 PS. Knapp 260 km/h waren nun möglich, womit endgültig geklärt war, dass vier Zylinder nicht automatisch zweite Reihe bedeuteten.
Der 944 Turbo verzichtete auf die große Geste des 911 und auf den Luxus des 928. Dafür war er ausgewogen, alltagstauglich, erstaunlich praktisch und als Wolf im Schafspelz verdammt schnell.
Dieser Porsche 944 Turbo wurde am 23. November 1989 erstmals zugelassen und begann sein Leben dort, wo kurvige Straßen wahrlich kein knappes Gut sind: im kleinen Fürstentum Andorra. Von den Pyrenäen führte sein Weg später über Italien nach Deutschland. Ein durchaus europäischer Lebenslauf also.
Seine jüngere Geschichte lässt sich anhand zahlreicher Service- und Reparaturrechnungen ab 2022 gut nachvollziehen. Im selben Jahr bekam der Porsche auch einen neuen Turbolader spendiert. Größere Bremsen und ein Gewindefahrwerk sorgen heute für eine sportlichere Abstimmung und lassen keinen Zweifel daran, dass dieser 944 nicht bloß zum Herumstehen gedacht war.
2026 führte sein Weg schließlich ins Porsche Zentrum München Süd, wo der Turbo einem Porsche Classic Check unterzogen wurde. Gemeinsam mit den vorhandenen Rechnungen ergibt sich damit ein erfreulich schlüssiges Bild seiner jüngeren Vergangenheit.
So präsentiert sich dieser 944 Turbo heute als ein Porsche, in dessen Technik und Wartung nachvollziehbar investiert wurde und dessen Weg ihn durch gleich mehrere europäische Länder führte. Andorra, Italien, Deutschland – langweilig war sein bisheriges Leben jedenfalls nicht. Als 250-PS-starker 944 Turbo läuft er auch keine Gefahr, damit anzufangen.
The most powerful production 944, with 250 hp
Timeless all-black colour combination
Extensive recent service history
33-point inspection by Porsche Munich
A thoroughly credible 44,000 kilometres
In 1981, Porsche conducted something of a field test at Le Mans. The 924 GTP driven by Walter Röhrl and Jürgen Barth was, in essence, a turbocharged preview of the 944. Then, in 1985, Zuffenhausen put the 944 Turbo into production. The beautifully balanced transaxle sports car had become a seriously quick machine.
The ingredients were already there. The 944 was conceptually based on the 924, but with wider arches and a more muscular stance, it carried itself with considerably greater confidence. Its four-cylinder engine sat up front, the gearbox at the rear. The resulting near-perfect weight distribution gave it handling capable of embarrassing considerably more exotic machinery. And between the two, driver and passengers sat surprisingly comfortably.
The Turbo added the performance to match. Its 2.5-litre four-cylinder engine gained a KKK turbocharger and initially produced 220 hp. That was enough for around 245 km/h, putting the 944 Turbo firmly into territory where it could make life uncomfortable for considerably more expensive sports cars. Naturally, there were larger brakes, revised suspension and a smoother, more aerodynamic nose as well. Porsche had not simply bolted on a turbo; it had developed the entire car around it.
In 1988 came the Turbo S, with 250 hp, larger brakes, a limited-slip differential and an even sharper chassis. What began as a special model soon became the new standard: from 1989, the regular 944 Turbo also produced 250 hp. Nearly 260 km/h was now possible, settling once and for all the question of whether four cylinders necessarily meant playing second fiddle.
The 944 Turbo did without the grand gesture of the 911 and the luxury of the 928. Instead, it was balanced, usable, remarkably practical and, as a wolf in sheep’s clothing, damnably quick.
This Porsche 944 Turbo was first registered on 23 November 1989 and began its life somewhere winding roads are hardly in short supply: the tiny Principality of Andorra. From the Pyrenees, it later made its way via Italy to Germany. A thoroughly European life story, then.
Its more recent history is well documented by numerous service and repair invoices dating from 2022 onwards. That same year, the Porsche was also treated to a new turbocharger. Larger brakes and coilover suspension give the 944 a sportier setup today and leave little doubt that it was never intended merely to sit around looking pretty.
In 2026, it eventually found its way to Porsche Zentrum München Süd, where the Turbo underwent a Porsche Classic Check. Together with the accompanying invoices, this provides a reassuringly coherent record of its recent history.
Today, this 944 Turbo presents as a Porsche that has clearly benefited from documented investment in its mechanical condition and maintenance, with a history spanning several European countries. Andorra, Italy, Germany – its life so far has certainly not been dull. And as a 250 hp 944 Turbo, there is little danger of it becoming so now.
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