Lot - 105

1989 Volkswagen Golf 1.8 Cabriolet „Quartett“

Schätzwert / Estimate

€ 12.000 – 18.000
Ohne Limit / Without Reserve

Technische Details / Technical DETAILS

Fahrgestell / Chassis

WVWZZZ15ZKK012501

Motor / Engine

–

Papiere / Documents

Deutscher Fahrzeugbrief (1989)
Abmeldebescheinigung (1995)

Auktion / Auction

Ort / Location

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum / Date

17. Oktober 2026

11:00 bis 13:00 und ab 16:00

Besichtigung / Viewing

16. und 17. Oktober 2026

Golf Cabriolet in ganz außergewöhnlichem Zustand
95-PS-Motor und lässige Quartett-Ausstattung
Seit 1995 „vorübergehend“ stillgelegt
Kürzlich behutsam reaktiviert
Erst 55.000 Kilometer

Ein Golf Cabriolet war schon immer ein wenig mehr als nur ein Golf ohne Dach. Als 1979 bei Karmann in Osnabrück die offene Variante erschien, musste sie zunächst einen schweren Stand haben. Schließlich trat sie die Nachfolge des Käfer Cabrios an. Rasch wurde der offene Golf aber so erfolgreich, dass Volkswagen keinen Anlass sah es durch eines vom Golf II zu ersetzen Am Ende überlebte es den Golf I, auf dem es basierte, um mehr als ein Jahrzehnt.

1989 war davon noch lange kein Ende abzusehen. Das Golf Cabriolet hatte inzwischen größere Stoßfänger und Seitenschweller bekommen und wirkte damit deutlich moderner als seine frühen Geschwister. Geblieben war der markante Überrollbügel, der ihm schnell den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Erdbeerkörbchen“ eingebracht hatte. Geschadet hat es seiner Karriere offensichtlich nicht.

Die Quartett-Ausstattung brachte auf eigene Weise Farbe ins Spiel. Lackierte Stoßfänger, Außenspiegel und Verbreiterungen sowie farblich abgestimmte Details machten aus dem offenen Golf ein ausgesprochen modisches Kind seiner Zeit. Dazu kamen Sportsitze im Quartett-Sotffbezug oder in Leder und eine umfangreichere Ausstattung – Lifestyle, lange bevor Volkswagen das Wort auf jede zweite Broschüre druckte.

Technisch blieb das Cabriolet auch als Quartett angenehm vertraut: Frontantrieb, bewährte Vierzylinder und Großserientechnik, mit der jeder Volkswagen-Betrieb vertraut war. Exotik ging anders, aber genau darin lag sein Talent.

Vier Außenfarben, vier Verdeckfarben und vier Interieurfarben ermöglichten ganze 64 verschiedene Kombinationen, in denen sich ein Golf Quartett gestalten ließ. Dieser hier hört auf P1 V9 FB, was so viel heißt wie alpinweißer Lack (P1), taubengraues Verdeck (V9) und taubengrauer Stoff (FB). Mit 95 PS aus 1.8-Litern Hubraum. Am 24. Oktober 1995 wurde das Cabriolet von seiner Besitzerin vorübergehend stillgelegt, wohl, weil der Winter ins Haus stand. Im Jahr darauf fand der TÜV nichts am Cabriolet auszusetzen und doch blieb es stillgelegt. Aus „vorübergehend“ wurden letztlich 30 Jahre. Drei Jahrzehnte, die der Golf glücklicherweise bestens verwahrt in einer Garage verbrachte. Als er die kürzlich erstmals wieder verließ, trug er immer noch seine Kennzeichen von einst. Der Blick auf den Wegstreckenzähler offenbarte gerade einmal 55.000 Kilometer. 

Bei der behutsamen Wiederinbetriebnahme zeigte sich, dass die ausgetauschten Bremsbeläge noch die ersten waren. Dabei wurde nicht nur die Bremsanlage überholt, sondern ebenso der Motor serviciert und neben allen Flüssigkeiten, Rollen und Riemen auch der Luftmengenmesser gewechselt.

Damit steht das Golf Cabriolet technisch seinem Äußeren um nichts mehr nach. Das präsentiert sich für einen 37 Jahre alten Volkswagen geradezu im Jahreswagenzustand, fast zu schön, um wahr zu sein. Ist es aber nicht und damit bietet sich hier eine Gelegenheit, die es nicht zu verpassen gilt!

 

Golf Cabriolet in truly exceptional condition
95 hp engine and effortlessly cool Quartett specification
“Temporarily” taken off the road in 1995
Recently carefully recommissioned
Just 55,000 kilometres

A Golf Cabriolet was always a little more than simply a Golf without a roof. When the open version appeared in 1979, built by Karmann in Osnabrück, it had some rather large shoes to fill. After all, it was replacing the Beetle Cabriolet. Yet the open Golf quickly became so successful that Volkswagen saw no reason to replace it with a Golf II-based successor. In the end, it outlived the Golf I on which it was based by more than a decade.

In 1989, however, the end was still nowhere in sight. By then, the Golf Cabriolet had acquired larger bumpers and side skirts, making it look considerably more modern than its earlier siblings. What remained was the distinctive roll-over bar, which had quickly earned it the less-than-flattering German nickname “Erdbeerkörbchen” – strawberry basket. It clearly did its career no harm.

The Quartett specification added colour in its own particular way. Colour-coded bumpers, door mirrors and wheelarch extensions, together with matching details, turned the open Golf into a thoroughly fashionable child of its time. Sports seats trimmed in Quartett cloth or leather and a more generous specification completed the package – lifestyle, long before Volkswagen started printing the word on every other brochure.

Mechanically, even in Quartett form, the Cabriolet remained reassuringly familiar: front-wheel drive, proven four-cylinder engines and mass-production engineering that every Volkswagen workshop knew its way around. Exotic it was not. But that was precisely part of its talent.

Four exterior colours, four hood colours and four interior colours allowed no fewer than 64 different Quartett combinations. This one answers to P1 V9 FB, which translates as Alpine White paintwork (P1), a Dove Grey hood (V9) and Dove Grey cloth (FB). Power comes from a 1.8-litre engine producing 95 hp.

On 24 October 1995, its owner temporarily took the Cabriolet off the road, presumably because winter was on its way. The following year, the TÜV found nothing wrong with it, yet it remained laid up. “Temporarily” eventually became 30 years.

Fortunately, the Golf spent those three decades safely tucked away in a garage. When it recently emerged for the first time, it was still wearing its old number plates. A glance at the odometer revealed just 55,000 kilometres.

During its careful recommissioning, it became apparent that even the brake pads being replaced were still the originals. The braking system was overhauled, the engine serviced, all fluids changed and the rollers, belts and air-flow meter renewed.

Mechanically, then, this Golf Cabriolet is now every bit the equal of its appearance. And for a 37-year-old Volkswagen, that appearance is remarkably close to that of a year-old car – almost too good to be true. Except it isn’t. Which makes this one of those opportunities that really ought not to be missed.

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Wolfgang Humer, +43 650 7262524

Reinhard Granner, +43 699 17127272

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