1988 Porsche 944 S
Schätzwert / Estimate
€ 4.000 – 6.000
Ohne Limit / Without Reserve
Technische Details / Technical DETAILS
Fahrgestell / Chassis
WPOZZZ94CJN400928
Motor / Engine
–
Papiere / Documents
Serbische Papiere
Auktion / Auction
Ort / Location
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum / Date
17. Oktober 2026
11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing
16. und 17. Oktober 2026
Nur zwei Jahre gebautes Übergangsmodell
Der erste 16-Ventiler DOHC-Transaxle Porsche
Attraktive Farbkombination
In die Schweiz ausgeliefert
Mit dem 944 hatte Porsche 1982 endgültig bewiesen, dass ein richtiger Porsche den Motor nicht zwingend hinter den Passagieren tragen musste. Das Transaxle-Konzept mit Frontmotor und Getriebe an der Hinterachse sorgte für eine nahezu ideale Gewichtsverteilung, dazu sah der 944 mit seinen breiten Kotflügeln erheblich erwachsener aus als der 924, aus dem er hervorgegangen war.
1987 legte Porsche mit dem 944 S nach. Dessen 2,5-Liter-Vierzylinder bekam einen neu entwickelten Zylinderkopf mit vier Ventilen pro Brennraum und zwei obenliegenden Nockenwellen. 190 PS waren das Ergebnis, womit der S genau jene Lücke füllte, die zwischen dem 163 PS starken 944 und dem erheblich wilderen Turbo klaffte. Gut 228 Kilometer pro Stunde waren möglich, wichtiger war jedoch die Art der Leistungsentfaltung. Der Vierventiler wollte Drehzahl und belohnte fleißige Schaltarbeit – gemütliches Dahinrollen konnten andere besser.
Äußerlich gab sich der 944 S erfreulich zurückhaltend. Wer nicht auf die Modellbezeichnung achtete, konnte ihn leicht für einen gewöhnlichen 944 halten. Gerade darin lag ein gewisser Reiz.
Schon 1989 wurde er vom stärkeren 944 S2 mit drei Litern Hubraum abgelöst. Damit blieb dem 944 S nur eine kurze Karriere. Heute macht ihn genau das interessant: selten, technisch eigenständig und angenehm frei von übertriebener Selbstdarstellung.
Dieser Porsche 944 S stammt ursprünglich aus der Schweiz und gelangte später nach Serbien, wo er Teil einer bemerkenswerten Sammlung wurde. Sein damaliger Besitzer hatte sich ganz den Transaxle-Porsche verschrieben und besaß zeitweise mehr als 15 Exemplare des 944. An Auswahl dürfte es ihm also nicht gemangelt haben. In dieser Zeit erlitt der Porsche einen Schaden an der Front, der anschließend repariert wurde. Im Zuge technischer Arbeiten wurden außerdem die vorderen Bremsen gegen die größeren des 944 Turbo getauscht.
Der heutige Einbringer entdeckte den 944 während seiner beruflichen Tätigkeit in Serbien und übernahm ihn schließlich vom dortigen Sammler. Zum reinen Anschauungsobjekt wurde der Porsche bei ihm allerdings nicht. Rund drei Jahre lang pendelte er damit regelmäßig zwischen Novi Sad und Wien. Genau dafür war das Transaxle-Konzept schließlich gemacht: schnell und entspannt weite Strecken zurücklegen, ohne dass nach der Ankunft erst einmal Fahrer und Gepäck neu sortiert werden mussten.
Bei einer Laufleistung von etwa 130.000 Kilometern wurde das komplette Instrumentenbrett ersetzt. Das ausgebaute Originalteil ist noch vorhanden und liegt heute im Kofferraum. Außerdem werden einige bereits angeschaffte Neuteile mitgegeben, die bislang noch nicht verbaut wurden.
Der 944 präsentiert sich gut fahrbereit, nach Jahren regelmäßiger Nutzung verlangt er mittlerweile allerdings wieder nach entsprechender Zuwendung. Ein verhätscheltes Sammlerstück ist er damit nicht. Dafür ein 944 S, der genau das getan hat, wofür Porsche ihn einst gebaut hat: fahren.
Transitional model built for just two years
The first 16-valve DOHC transaxle Porsche
Attractive colour combination
Delivered new to Switzerland
With the 944, Porsche had definitively proved by 1982 that a proper Porsche did not necessarily have to carry its engine behind the passengers. The transaxle layout, with the engine at the front and gearbox at the rear, provided near-ideal weight distribution, while its broad wings made the 944 look considerably more grown-up than the 924 from which it had evolved.
In 1987, Porsche followed up with the 944 S. Its 2.5-litre four-cylinder received a newly developed cylinder head with four valves per cylinder and twin overhead camshafts. The result was 190 hp, placing the S neatly into the gap between the 163 hp 944 and the considerably wilder Turbo. A little over 228 kilometres per hour was possible, but more important was the way the engine delivered its performance. The 16-valver wanted revs and rewarded diligent use of the gearbox – others were better suited to leisurely pottering about.
Visually, the 944 S remained pleasingly discreet. Unless one noticed the model designation, it could easily be mistaken for an ordinary 944. There was a certain appeal in precisely that.
As early as 1989, it was replaced by the more powerful three-litre 944 S2. The 944 S therefore enjoyed only a brief career. Today, that is exactly what makes it interesting: rare, technically distinctive and refreshingly free from excessive self-importance.
This Porsche 944 S was originally delivered to Switzerland and later made its way to Serbia, where it became part of a remarkable collection. Its then owner had devoted himself wholeheartedly to Porsche’s transaxle models and at one point owned more than 15 examples of the 944. He could hardly have been short of choice. During this period, the Porsche suffered damage to the front, which was subsequently repaired. As part of further mechanical work, the front brakes were also upgraded to the larger items from the 944 Turbo.
The current consignor discovered the 944 while working in Serbia and eventually acquired it from the collector there. In his hands, however, the Porsche did not become a mere display piece. For around three years, he regularly commuted in it between Novi Sad and Vienna. That, after all, was precisely what the transaxle concept was made for: covering long distances quickly and comfortably, without driver and luggage having to rearrange themselves upon arrival.
At around 130,000 kilometres, the complete instrument cluster was replaced. The removed original unit is still present and now resides in the luggage compartment. A number of new parts that have already been purchased but not yet fitted will also accompany the car.
The 944 presents in good running order, although after years of regular use it is now once again due a certain amount of attention. It is therefore no cosseted collector’s piece. Instead, it is a 944 S that has done exactly what Porsche built it to do: drive.
Wolfgang Humer, +43 650 7262524
Reinhard Granner, +43 699 17127272