Lot 91

1987 Ferrari Testarossa

  • Früher Testarossa mit Zentralverschlussrädern (Monodado)
  • In wunderschönem Schwarz ausgeliefert
  • Seit 2017 in der Sammlung des Einbringers
  • 34.655 Kilometer auf dem Tacho

Schätzwert

Erzielter Preis € 111.550

Technische Details

Chassis

ZFFAA17B000073083

Motor

F113B*00542*

Papiere

Deutsche Zulassung

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Anfang der 1980er-Jahre war klar: Die Berlinetta Boxer hatte ihren Zenit überschritten. Seit den frühen Siebzigern im Dienst und mehrfach weiterentwickelt, war sie im Kern ein Kind der Ölkrisenjahre geblieben. Lamborghini zündete längst buntere Feuerwerke, und in Maranello musste ein neuer großer Wurf her.

Das Grundkonzept behielt man bei: Zwölf Zylinder im 180°-Winkel, tief im Heck montiert. Neu war jedoch ein Hilfsrahmen, auf dem Motor und Getriebe saßen und der sich im Ganzen ausbauen ließ – ein Zugeständnis an Mechaniker, die bisher stundenlang im Motorraum verschwinden mussten. Der Hubraum blieb bei 4,9 Litern, die Leistung stieg auf 390 PS. Solide Werte, doch nicht die eigentliche Sensation des neuen Modells.

Die kam von Pininfarina. Flach, extrem breit und mit diesen endlosen Seitenrippen, hinter denen die Kühler verborgen lagen – Technik wie in der Formel 1, verpackt in ein Design, das den Zeitgeist der 1980er traf wie kaum ein anderes Auto. Ein weißes Exemplar in der Serie Miami Vice tat sein Übriges: Plötzlich wollte jeder, der es sich leisten konnte, wollte Don Johnson sein.

Ferrari griff tief ins Markenarchiv und taufte den Wagen „Testarossa“ – eine Anspielung auf die rot lackierten Zylinderköpfe. Mit den gleichnamigen Sportwagen der 1950er-Jahre hatte er allerdings kaum Gemeinsamkeiten. Auf die Rennstrecke wagte er sich nicht, dort war die Konkurrenz längst überlegen. Doch im Straßenverkehr und in den Schlagzeilen machte der Testarossa Furore.

Bis 1991 entstanden über 7.000 Exemplare, danach folgten 512 TR und F512 M. Der Testarossa wurde zum Bestseller für Ferrari und zum Design-Statement für ein Jahrzehnt – bis heute das plakativste Symbol dafür, wie laut, breit und exzessiv die 1980er wirklich waren.

Dieser Ferrari Testarossa ist laut Fahrgestellnummer ein eher frühes Europa-Modell – nicht ganz am Anfang, wie die zwei Außenspiegel zeigen, aber noch mit Zentralverschlussrädern ausgestattet. Besonders macht ihn seine tiefschwarze Uni-Lackierung, „nero“ (FER 1240). Zuvor in Holland zugelassen, war er ab 2017 bei der früheren offiziellen Ferrari-Vertretung am Starnberger See gemeldet, bevor er in die Sammlung des Einbringers kam. Dort wurde er selten bewegt, weshalb eine technische Durchsicht empfehlenswert ist. Der Kilometerzähler steht bei 34.655 – angesichts des Erhaltungszustands gut möglich, dass es sich um die tatsächliche Laufleistung handelt. Zusammen mit der außergewöhnlichen Farbkombination hebt dieser schwarze Testarossa sich deutlich von der roten Masse ab.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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