Lot - 040

1986 Jaguar XJ-S 3.6 Coupé

Schätzwert / Estimate

€ 10.000 – 15.000
Ohne Limit / Without Reserve

Technische Details / Technical DETAILS

Fahrgestell / Chassis

SAJJNAEC8CC135031

Motor / Engine

–

Papiere / Documents

Italienische Carta di circolazione

Auktion / Auction

Ort / Location

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum / Date

17. Oktober 2026

11:00 bis 13:00 und ab 16:00

Besichtigung / Viewing

16. und 17. Oktober 2026

Sechzylinder-Coupé mit begehrtem Schaltgetriebe
Seit zehn Jahren beim Einbringer in Österreich
Regelmäßig gefahren und serviciert
Die sportlichste Version des XJ-S

Als Jaguar 1975 den XJ-S präsentierte, hatte er einen denkbar undankbaren Job: Er musste auf den E-Type folgen. Statt dessen schlanken Hüften gab es breite Flanken, ein markantes, lang gezogenes Heck und reichlich 1970er-Jahre-Geometrie. Unter der langen Haube arbeitete zunächst ausschließlich der mächtige V12. Ein neuer E-Type wollte der XJ-S allerdings gar nicht sein. Er war ein schneller, luxuriöser Gran Turismo – und brauchte einfach etwas Zeit, bis das Publikum das ebenfalls verstand.

1983 bekam der Zwölfzylinder Gesellschaft. Mit dem XJ-S 3.6 hielt Jaguars neuer AJ6-Reihensechszylinder Einzug, zunächst ausschließlich im Coupé. Aus 3.590 ccm holte er 225 PS. Vor allem in Verbindung mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe bekam der große Jaguar damit einen ganz eigenen Charakter. Weniger souveräner V12-Express, dafür drehfreudiger, handlicher und ein gutes Stück näher am klassischen britischen Sportwagen.

Äußerlich blieb der Sechszylinder erfreulich diskret. Unter der Haube arbeitete zwar nur noch die halbe Zahl an Zylindern, an Präsenz fehlte es dem XJ-S deshalb keineswegs. Auch Fahrleistungen von über 220 km/h waren schließlich alles andere als bescheiden.

Über die Jahre entwickelte Jaguar den XJ-S stetig weiter. 1991 folgte eine umfassende Überarbeitung, nun als XJS ohne Bindestrich. Statt 3,6 Liter gab es beim Sechszylinder nun 4 Liter Hubraum. Beim Zwölfzylinder waren es statt 5,3 nun 6 Liter. Da hatte sich der einst kritisch beäugte Nachfolger längst vom übermächtigen E-Type emanzipiert. Der XJ-S brauchte dafür nur etwas länger. 

Dieses XJ-S 3.6 Coupé mit Schaltgetriebe holte der aktuelle Besitzer vor zehn Jahren nach Österreich. Fest entschlossen, als Erstes die auffällige Beklebung zu entfernen, war er von den unerwartet positiven Reaktionen so überrascht, dass er beschloss, den Jaguar so zu belassen. Obwohl nie zugelassen, wurde der XJ-S regelmäßig bewegt und erst im Herbst 2022 bei knapp 95.000 Kilometern einer umfassenden Wartung unterzogen. Die beinhaltete neben einem Tausch aller Flüssigkeiten die Überholung aller vier Bremsen und der Erneuerung der vorderen Traggelenke, den Tausch des Kupplungsgeberzylinders und das Abschmieren der Hinterachse. Gerade rechtzeitig zum Fototermin begann das Relais der Benzinpumpe zu streiken. Was auch immer uns der Jaguar damit sagen will, mit ein paar Handgriffen sollte das wieder erledigt sein. Dann kann der XJ-S wieder beweisen, dass es für einen richtig guten Gran Turismo nicht mehr braucht als sechs Zylinder, fünf Gänge und reichlich britischen Eigensinn.

 

Six-cylinder Coupé with the desirable manual gearbox
With the consignor in Austria for ten years
Regularly driven and serviced by its owner
The sportiest version of the XJ-S

When Jaguar introduced the XJ-S in 1975, it had a thoroughly thankless job: it had to follow the E-Type. In place of the latter’s slender curves came broad flanks, a distinctive elongated rear end and plenty of 1970s geometry. Beneath the long bonnet, there was initially only the mighty V12. The XJ-S, however, had no intention of being another E-Type. It was a fast, luxurious Gran Turismo – and simply needed a little time before the public understood that too.

In 1983, the twelve-cylinder was joined by some company. With the XJ-S 3.6 came Jaguar’s new AJ6 straight-six, initially available exclusively in the Coupé. From its 3,590 cc it produced 225 bhp. Particularly when combined with the five-speed manual gearbox, it gave the big Jaguar a character all of its own. Less of a sovereign V12 express, perhaps, but more eager to rev, more agile and a good deal closer to the traditional British sports car.

Externally, the six-cylinder remained pleasingly discreet. There may have been only half as many cylinders beneath the bonnet, but the XJ-S had lost none of its presence. And a top speed of more than 220 km/h was hardly modest either.

Jaguar continued to develop the XJ-S over the years. In 1991 came a comprehensive revision, now known simply as the XJS without the hyphen. The six-cylinder grew from 3.6 to 4.0 litres, while the V12 eventually increased from 5.3 to 6.0 litres. By then, the once critically regarded successor had long since emerged from the formidable shadow of the E-Type. The XJ-S had simply taken a little longer to get there.

The current owner brought this manual XJ-S 3.6 Coupé to Austria ten years ago. Fully intending to remove the conspicuous graphics as his first job, he was so surprised by the unexpectedly positive reactions to them that he decided to leave the Jaguar exactly as it was. Although never registered in Austria, the XJ-S was driven regularly and, in autumn 2022 at just under 95,000 kilometres, underwent extensive maintenance. This included changing all fluids, overhauling all four brakes, renewing the front ball joints, replacing the clutch master cylinder and greasing the rear axle.

Just in time for the photo shoot, however, the fuel pump decided to go on strike. Whatever the Jaguar may be trying to tell us, a few straightforward jobs should be enough to sort that out. Then the XJ-S can once again prove that a really good Gran Turismo needs little more than six cylinders, five gears and plenty of British eccentricity.

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Wolfgang Humer, +43 650 7262524

Reinhard Granner, +43 699 17127272

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