1984 Porsche 911 Carrera 3.2 Cabriolet
- Eines von nur 1.835 RdW-Cabriolets des Jahres 1984
- Finale und technisch beste Evolution des G-Modells
- Äußerst gepflegter Erhaltungszustand
- Elegante Farbkombination
- Matching Numbers
Schätzwert
Erzielter Preis € 57.500
Technische Details
Chassis
WP0ZZZ91ZES151458
Motor
63E05879
Papiere
Deutsche Zulassung
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Zum Modelljahr 1978 bereinigte Porsche sein 911-Programm und bot nebst dem Turbo nur noch den SC (Super Carrera) an. Der ersten Version von 1978 mit 180 PS starkem 3-Liter Motor folgte zum Modelljahr 1980 eine stärker motorisierte Variante mit 188 PS. Ein Jahr später leistete der 911 SC bei unverändertem Hubraum schon 204 PS. In jenen Jahren wäre es dem 911er beinahe an den Kragen gegangen, sollte die Modellpalette doch ganz auf Modelle mit wassergekühlten Frontmotor zugeschnitten werden.
Ein Wechsel an der Firmenspitze später war das wieder vergessen, und für das Modelljahr 1984 stieg der Ur-Elfer als Carrera 3,2 in seiner letzten Ausbaustufe wie Phoenix aus der Asche. Aus 3.164 ccm Hubraum ließen sich satte 231 Pferdestärken holen, der größte Leistungssprung seit langem, und das bei Dank digitaler Motorelektronik von Bosch geringerem Verbrauch. Insgesamt waren 80% des Motors neu. Allerdings mussten, wie schon beim SC, die Exportmodelle mit geringerer Leistung das Auskommen finden, schuld daran war der vor allem in den USA geforderte Katalysator. Weil Totgesagte bekanntlich länger leben, blieb der Carrera 3,2 bis 1989 im Programm, sogar länger als bei seiner Präsentation geplant. Heute gilt er als die ausgereifteste, problemloseste und damit begehrteste Variante der G-Modelle.
Seine Fahrgestellnummer verrät, dass dieses weiße Carrera 3,2 Cabriolet in RdW-Spezifikation gebaut wurde. Under RdW, sprich Rest der Welt, verstand Porsche seinerzeit alle Märkte außer den USA oder Kanada, wo verschärfte Vorschriften in Bezug auf Abgase galten. Dass für Porsche selbst Deutschland nur der Rest der Welt war, zeigt, wo die Prioritäten lagen. Die Anleitung zum Öffnen und Schließen des Verdecks in deutscher Sprache lässt jedoch auf eine deutsche Auslieferung schließen. Die Geburtsurkunde, die bereits in Auftrag ist, wird mehr verraten.
Im April 2013 wurde das Cabriolet auf die Carl Th. Hackenberg GmbH in Wuppertal zugelassen. Als ihn der Einbringer von dort erwarb, war das schwarze Leder-Interieur bereits aufgefrischt worden und er selbst schickte sich an, den 911er in weiteren Details zu verbessern. Eine frisch absolvierte TÜV Prüfung gehört da selbstredend dazu. Weil seine bessere Hälfte ihren neuen fahrbaren, offenen Untersatz aber nur in überschaubarem Maße nutzte, wird das schicke und überdurchschnittlich gepflegte Carrera Cabriolet nun in neue Hände weitergegeben.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272