1982 Ferrari 308 GTSi
- Nach Frankreich ausgeliefert
- Ursprünglich in seltenem Blu Chiaro ausgeliefert
- Zuletzt 15 Jahre bei einem italienischen Vorbesitzer
- Erst 71.796 Kilometer
Schätzwert
Erzielter Preis € 59.800
Technische Details
Chassis
ZFFHA02B000041141
Motor
F106B*001268*
Papiere
Italienische Carta di circolazione
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Ende der 1970er-Jahre war der Ferrari 308 längst ein Star. Spätestens seit Magnum auf Hawaii mit Schnauzbart und rotem Targa durch die Palmen brauste, gehörte das Modell zum automobilen Sehnsuchtsinventar. Doch ab 1980 änderte sich etwas Entscheidendes: Statt vier Vergasern atmete der V8 nun durch eine Bosch-K-Jetronic – willkommen im Zeitalter der Einspritzung.
Aus 2,9 Litern Hubraum holte der Achtzylinder offiziell 214 PS, in den USA sogar noch weniger. Klingt bescheiden, doch in Wahrheit blieb der 308 GTSi ein quicklebendiger Sportwagen. 0 auf 100 km/h in unter sieben Sekunden, 240 km/h Spitze – Zahlen, die mehr konnten, als Magnum je in seiner Serienkulisse zeigen durfte.
Optisch blieb alles beim Alten – in diesem Fall ein Segen: Pininfarinas flache, keilförmige Linien, das abnehmbare Dachteil, die klassischen Fünf-Speichen-Felgen. Innen Leder, Rundinstrumente, das typische Schaltgitter für die Handschaltung – Ferrari pur, auch wenn der Klang nun etwas gedämpfter aus den Endrohren hustete.
Zwischen 1980 und 1982 entstanden knapp 1.750 Exemplare des GTSi, bevor der stärkere Quattrovalvole die Bühne betrat. Heute gilt der GTSi als Übergangsmodell: weniger bissig als die Vergaser-Version, weniger selten als der Nachfolger – aber immer noch ein Ferrari 308, also Posterstar, Traumwagen und Stil-Ikone in einem.
Dieser 308 GTSi war ursprünglich über Charles Pozzi nach Frankreich ausgeliefert worden. Dazu passt seine ursprüngliche Farbe „blu chiaro“, war doch blau die traditionelle Farbe der französischen Rennwagen. Von 1994 bis 2017 war der GTSi in seiner italienischen Heimat zugelassen, zuletzt bei einem Besitzer in Cesana, der ihn 15 Jahre lang hatte. Bei der anschließenden Auffrischungskur griff man zielsicher in den roten Farbtopf, während das Interieur im Originalzustand erhalten wurde. Manche mögen das bedauern, andere sind fest überzeugt, dass ein Ferrari einfach rot sein muss. Dem GTSi stehen jedenfalls beide Farben hervorragend – und im Gegensatz zu früher präsentiert er sich heute gewiss in besserem Zustand als zuvor. Außerdem ist ein Wechsel zurück zum seltenen, originalen Farbton jederzeit möglich. Darüber dürfen nun bald neue Besitzer entscheiden.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272