Lot 51

1981 Porsche 911 (930) Turbo 3.3

  • Deutsche Auslieferung über Max Moritz
  • Seltene und ausgesprochen schöne Farbkombination
  • Kürzliche Motorüberholung vom Fachmann
  • Zart in Leistung und Fahrwerk optimiert
  • Eine absolute Fahrmaschine
  • Matching Numbers

Schätzwert

EUR 90.000 – 120.000

Ohne Limit / no reserve

Technische Details

Chassis

WP0ZZZ93ZCS000291

Motor

67C0326

Papiere

Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Als Porsche 1974 den 911 Turbo präsentierte, war er der erste Serien-Porsche mit KKK-Abgasturbolader. Intern als 930 bezeichnet, wirkte er schon im Stand kompromisslos: wuchtig ausgestellte Kotflügel, breite Fuchsfelgen, und hinten der große Flügel, der für Anpressdruck und Kühlluft sorgte.

Zunächst kam er mit einem 3,0-Liter-Sechszylinder und 260 PS – genug, um damals in die Sphären des italienischen Mitbewerbs vorzudringen. Doch die Kraftentfaltung war brutal: Unterhalb von 4.000 Touren fast zahm, darüber setzte der Lader schlagartig ein, was viele Fahrer auf dem falschen Fuß erwischte. Der 930 Turbo verlangte Disziplin am Gasfuß und Respekt in Kurven. Wer das beherrschte, erlebte Beschleunigung und Straßenlage, die ihrer Zeit voraus waren.

1978 folgte die technische Reifeprüfung. Der Motor wuchs auf 3,3 Liter Hubraum, die Verdichtung sank ein kleinwenig, dafür hielt ein großer Ladeluftkühler Einzug. Mit 300 PS und über 400 Newtonmeter Drehmoment stieg die Spitzengeschwindigkeit auf rund 260 km/h. Gleichzeitig erhielt der 930 größere Bremsen, abgeleitet aus dem 917-Rennwagen, und ein überarbeitetes Fahrwerk mit härteren Dämpfern und Stabilisatoren. Damit stand der Turbo auf einem technischen Niveau, das ihn nicht nur schneller, sondern auch standfester machte.

Die Kraftübertragung erfolgte weiterhin über ein 4-Gang-Getriebe – ein Kuriosum, da der normale 911 SC längst fünf Gänge hatte. Porsche entschied sich bewusst dafür: Vier kräftig ausgelegte Gänge vertrugen das enorme Drehmoment besser und hielten das Auto kontrollierbarer.

Dieser 930 Turbo in der wunderschönen Farbkombination von tiefschwarzem Lack und hellgrauem Interieur stammt aus dem Modelljahrgang 1982 und wurde über das Porsche Sportwagenzentrum »Autohaus Max Moritz« in Reutlingen ausgeliefert. Im Sommer 1982 bei 1.192 km und im April 1984 bei 19.486 km wurde der Porsche dort zum Service vorstellig. Anschließend trat er wie so viele Turbos als Grauimport die Reise nach Übersee an, wo in jenen Jahren aufgrund von Abgasvorschriften der 930 nicht verkauft werden durfte.

Ein erster Besitzer führte auf der Rückseite des originalen Pflegepasses bis 1991 über jährliche Laufleistungen und Servicearbeiten Buch. Am Ende war er bei 15.350 Meilen angekommen. 1999 setzen die Aufzeichnungen bei 31.775 Meilen mit einem bestandenen Emission Test in Kalifornien wieder ein. Nach der Jahrtausendwende war der Turbo viele Jahre lang auf Bob und James Carter aus Nevada zugelassen, die sorgfältig Rechnungen sammelten, die heute vom Werdegang des Turbos berichten.

Zurück in Europa zeigte sich, dass das Wüstenklima der Karosserie des Porsches gut bekommen war, der Motor verlangte jedoch nach einer Überholung. Die ließ der Einbringer 2024 nicht nur kompromisslos vom Fachmann durchführen, sondern der durfte das Triebwerk auch nach den klassischen Regeln der Kunst optimieren. In anderen Worten heißt das, dass zur kompletten Überholung auch Kolben von Mahle verbaut und die Kurbelwelle poliert wurden und die Verdichtung mittels Planen der Köpfe leicht angehoben wurde. Die Rechnung dazu beläuft sich auf über € 20.000. Das Fahrwerk bekam neue Bilstein-Dämpfer, neue Bremsscheiben vorne und neue Gummis. Im Kofferraum vorne ist eine Domstrebe montiert und überflüssiges Gewicht in Form der Kälteanlage mitsamt Kondensator wurde über Bord geworfen.

Damit ist eine puristische Fahrmaschine entstanden, die einem je nach Ladedruck und Können Angst einflößen oder ein Grinsen ins Gesicht zaubern wird.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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