Lot - 051

1977 Lancia Beta 2000

Schätzwert / Estimate

€ 5.000 – 8.000
Ohne Limit / Without Reserve

Technische Details / Technical DETAILS

Fahrgestell / Chassis

828CB1*0017585

Motor / Engine

–

Papiere / Documents

Österreichischer Typenschein (1977)

Auktion / Auction

Ort / Location

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum / Date

17. Oktober 2026

11:00 bis 13:00 und ab 16:00

Besichtigung / Viewing

16. und 17. Oktober 2026

Seinerzeit die stärkste Beta-Version mit 119 PS
Außergewöhnlich guter Erhaltungszustand
Tolle zeitgenössische Farbkombination
Nur drei Besitzer bis heute

Als Lancia 1972 den Beta präsentierte, war vieles anders als zuvor. Seit drei Jahren gehörte die traditionsreiche Marke zu Fiat, und der Beta war das erste vollständig unter neuer Regie entwickelte Modell. Entsprechend groß war die Aufgabe: Er sollte Lancias Eigenständigkeit bewahren und sich gleichzeitig vernünftig produzieren lassen. Zwei Dinge, die in Turin nicht zwangsläufig dasselbe bedeuteten.

Technisch brach der Beta gründlich mit der Vergangenheit. Unter der Haube arbeiteten Vierzylinder aus dem Fiat-Regal. Ganz so profan war die Sache allerdings nicht. Lancia überarbeitete die Motoren für den eigenen Einsatz und kombinierte sie mit einem aufwendigen Fahrwerk mit Einzelradaufhängung rundum. 

Den Anfang machte die fünftürige Berlina mit ihrem eigenwilligen Fließheck. Bald wuchs daraus eine ganze Familie: Coupé, Spider, HPE und schließlich der Mittelmotor-Sportwagen Montecarlo. Kaum eine Beta-Version sah aus wie die andere, technisch waren sie dennoch eng verwandt.

Der Beta wurde damit zu einem der wichtigsten Lancia der 1970er-Jahre. Modern, komfortabel und, wenn er wollte, auch sportlich, zeigte er, dass auch unter Fiat noch Platz für jene technische Eigenwilligkeit blieb, die Lancia immer ausgezeichnet hatte.

Dieser Lancia Beta 2000 wurde im September 1977 von der Steyr-Daimler-Puch AG nach St. Pölten ausgeliefert. Über Jahrzehnte blieb der Lancia seiner niederösterreichischen Heimat treu und befand sich zunächst in den Händen von nur zwei Besitzern.

2011 wechselte der Beta schließlich zu einem Lancia-Sammler, bei dem er die vergangenen 15 Jahre verbrachte. Dass ihm diese lange Zeit in kundiger Hand nicht geschadet hat, sieht man ihm heute an. Sein Erhaltungszustand ist bemerkenswert. – und gerade bei einem Beta jener Jahre alles andere als selbstverständlich. Schließlich hat der Rost mehr als genug Exemplaren den Garaus gemacht. Einzig beim Fahrersitz hat sich die Naht fein säuberlich gelöst. 

Auch seine zeitgenössische Farbgebung passt wunderbar zu jener geradlinigen Formensprache, mit der Lancia in den 1970er-Jahren einen ziemlich deutlichen Schlussstrich unter die Vergangenheit zog. Was damals modern wirken sollte, besitzt heute längst seinen ganz eigenen Reiz.

Ohnehin ist ein Beta auf unseren Straßen inzwischen höchst selten geworden, vor allem in Berlina-Form. Ein derart gut erhaltener noch viel mehr. Mit österreichischer Auslieferung, wenigen langjährigen Besitzern und bemerkenswert guter Substanz ist dieser Beta 2000 deshalb ein erfreulich authentischer Überlebender einer Lancia-Ära, die lange unterschätzt wurde.

 

The most powerful Beta version at the time, with 119 hp
Exceptionally well preserved
Wonderful period colour combination
Just three owners from new

When Lancia unveiled the Beta in 1972, much had changed. The illustrious marque had been part of Fiat for three years, and the Beta was the first model developed entirely under the new regime. The task was considerable: it had to preserve Lancia’s individuality while also being sensible to manufacture. Two things that did not necessarily mean the same thing in Turin.

Technically, the Beta marked a thorough break with the past. Under the bonnet were four-cylinder engines from the Fiat parts bin. Yet things were not quite as prosaic as that might suggest. Lancia reworked the engines for its own purposes and combined them with sophisticated all-independent suspension.

The five-door Berlina, with its distinctive fastback shape, came first. It soon grew into an entire family: Coupé, Spider, HPE and, eventually, the mid-engined Montecarlo sports car. Hardly any two Beta variants looked alike, yet beneath the skin they remained closely related.

The Beta thus became one of the most important Lancias of the 1970s. Modern, comfortable and, when it wanted to be, sporting too, it showed that even under Fiat there was still room for the sort of technical individuality that had always distinguished Lancia.

This Lancia Beta 2000 was delivered by Steyr-Daimler-Puch AG to St. Pölten in September 1977. For decades, the Lancia remained faithful to its Lower Austrian home and initially passed through the hands of just two owners.

In 2011, the Beta finally passed to a Lancia collector, with whom it spent the following 15 years. That such a long period in knowledgeable hands has done it no harm is plain to see today. Its state of preservation is remarkable – and, particularly for a Beta of this era, anything but a matter of course. Rust, after all, has seen off more than enough of them. Only the driver’s seat has suffered a minor indignity, with one seam coming neatly apart.

Its period colour scheme adds further appeal and perfectly suits the clean-cut design language with which Lancia drew a fairly emphatic line under its past during the 1970s. What was intended to look modern then has long since acquired a charm all of its own.

Today, a Beta is an exceedingly rare sight on our roads, particularly in Berlina form. One preserved this well is rarer still. With Austrian delivery, just a handful of long-term owners and remarkably sound preservation, this Beta 2000 is a pleasingly authentic survivor from an era of Lancia that remained underestimated for far too long.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, +43 650 7262524

Reinhard Granner, +43 699 17127272

Vielen Dank für Ihr Anbot!

Wir haben Ihr Anbot erhalten.