Lot - 43

1974 Jaguar XJ6 4.2 L

Schätzwert / Estimate

€ 12.000 – 18.000
Ohne Limit / Without Reserve

Technische Details / Technical DETAILS

Fahrgestell / Chassis

2T53393B

Motor / Engine

–

Papiere / Documents

Deutsche Zulassungsbescheinigung

Auktion / Auction

Ort / Location

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum / Date

17. Oktober 2026

11:00 bis 13:00 und ab 16:00

Besichtigung / Viewing

16. und 17. Oktober 2026

Langer XJ6 mit großem 4,2-Liter-Motor
Überdurchschnittlich guter Erhaltungszustand
Regelmäßig serviciert und gefahren
Höchst attraktive Farbkombination

Als Jaguar 1968 den XJ6 präsentierte, war die Aufgabe nicht gerade klein. Gleich mehrere Limousinen-Baureihen sollten durch ein einziges Modell ersetzt werden. Heraus kam ein Auto, das britischen Luxus neu definierte: flach, elegant und sportlicher als beinahe alles, was sonst noch Walnussholz im Innenraum trug.

1973 folgte die zweite Serie. Äußerlich war sie vor allem an den höher gesetzten Stoßfängern und dem dadurch flacheren Kühlergrill zu erkennen. Innen wurde ebenfalls nachgebessert, ohne am Grundrezept viel zu verändern. Warum auch? Unter der langen Haube arbeitete weiterhin Jaguars bewährter XK-Reihensechszylinder, wahlweise mit 2,8 oder 4,2 Litern Hubraum.

Besonders herrschaftlich geriet die Version mit langem Radstand. Ursprünglich vor allem für den nobleren Daimler Double Six und den XJ12 gedacht, spendierte Jaguar die zusätzlichen zehn Zentimeter bald auch dem XJ6. Davon profitierte weniger der Fahrer als dessen Hintermann. Mehr Beinfreiheit im Fond machte aus der sportlichen Limousine endgültig einen kleinen Salon auf Rädern.

Ende 1974 wurde der lange Radstand schließlich zum Standard. Der XJ verlor dadurch nichts von seinen erstaunlich ausgewogenen Proportionen, gewann aber erheblich an Reisekomfort. Schnell fahren konnten andere Limousinen ebenfalls. Dabei so aussehen, als wäre es unter ihrer Würde, war eine Spezialität des Jaguar XJ6.

Sein heutiger Besitzer kam zu diesem langen XJ6 fast wie die Jungfrau zum Kind. Ein Freund hatte den Wagen 2016 in einer Münchner Bezirkszeitung entdeckt, wo ihn sein damaliger, bereits älterer Besitzer zum Verkauf angeboten hatte. Ein kurzer Hinweis genügte, wenig später wechselte der Jaguar innerhalb Münchens den Besitzer. Dass sich sein Besitzer die private Werkstatt mit einem ausgewiesenen Jaguar-Spezialisten teilte, spielte dabei gewiss auch eine Rolle.

Am Jaguar gab es jedoch erfreulich wenig Anlass, Hand anzulegen. Einzig die zwischenzeitlich verbaute Gasanlage wurde wieder demontiert. Ansonsten präsentiert sich der XJ6 seit seinem Kauf vor zehn Jahren weitgehend unverändert. Die Arbeiten beschränkten sich im Wesentlichen auf das, was bei einem alten Jaguar eben anfällt: regelmäßiger Service und notwendige Wartung.

Große Restaurierungsgeschichten gibt es nicht zu erzählen. Doch manchmal ist genau das die bessere Geschichte. Der Jaguar wurde erhalten, gewartet und gefahren – und sieht heute noch weitgehend so aus wie an jenem Tag, als eine kleine Anzeige in einer Münchner Bezirkszeitung den richtigen Leser fand.

 

XJ6 with the larger 4.2-litre engine
Very well preserved long wheelbase car
Regularly serviced and driven by its owner
Highly attractive colour combination

When Jaguar unveiled the XJ6 in 1968, the task was hardly a modest one. Several saloon ranges were to be replaced by a single model. What emerged was a car that redefined British luxury: low, elegant and sportier than almost anything else with walnut inside.

The second series followed in 1973. Externally, it was most easily distinguished by its higher-mounted bumpers and consequently shallower radiator grille. The interior received its share of revisions too, without altering the basic recipe very much. Why would it? Beneath the long bonnet remained Jaguar’s proven XK straight-six, available with either 2.8 or 4.2 litres.

The long-wheelbase version was particularly stately. Originally intended primarily for the more aristocratic Daimler Double Six and the XJ12, Jaguar soon granted the XJ6 the same extra ten centimetres. It was not so much the driver who benefited as whoever sat behind him. The additional rear legroom finally turned the sporting saloon into something of a drawing room on wheels.

By the end of 1974, the long wheelbase had become standard. The XJ lost none of its remarkably balanced proportions in the process, but gained considerably in long-distance comfort. Other saloons could travel quickly too. Looking as though doing so was somehow beneath them was a Jaguar XJ6 speciality.

Its present owner came across this long-wheelbase XJ6 almost entirely by chance. A friend spotted the car in a Munich local newspaper in 2016, where its then owner, already advanced in years, had advertised it for sale. A quick tip-off was all it took, and not long afterwards the Jaguar changed hands without even leaving Munich. The fact that its new owner shared his private workshop with a recognised Jaguar specialist certainly did not hurt.

Pleasingly, however, there was very little reason to lay hands on the Jaguar. The only significant change was the removal of an LPG system that had been fitted in the meantime. Otherwise, the XJ6 has remained largely unchanged throughout the ten years since its purchase. Work has essentially been limited to what an old Jaguar inevitably asks for: regular servicing and necessary maintenance.

There are no grand restoration stories to tell. But sometimes that is the better story. The Jaguar has been preserved, maintained and driven – and today still looks much as it did on the day a small advert in a Munich local newspaper happened to find exactly the right reader.

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Reinhard Granner, +43 699 17127272

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