Lot 77

1973 BMW 2000 Touring

  • Ausgeliefert an die Gründerin der Hallstatt-Keramik
  • Fast 30 Jahre in der Sammlung von Kurt Seidler
  • Von dem begonnene Restaurierung
  • Umgerüstet auf Einspritzmotor
  • Nur drei Besitzer bis heute

Schätzwert

EUR 7.000 – 10.000

Ohne Limit / no reserve

Technische Details

Chassis

3460631

Motor

1989163

Papiere

Österreichischer Typenschein

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Als BMW Anfang der 1960er die Neue Klasse vorstellte, war das der Beginn des Aufstiegs: sportliche Limousinen mit klarer Linie, moderne Technik und Charakter. Aus ihr gingen nicht nur die späteren Fünfer hervor, sondern auch eine kuriose Seitenlinie: der Touring.

1971 debütierte der BMW 2000 Touring – ein Schrägheck, wie es in München bis dahin keiner gebaut hatte. In einer Zeit, in der Kombis als Handwerkerfahrzeuge galten, wagte BMW die Mischung aus Sportlimousine und Nutzwert. Das markante Heck mit der schrägen Heckklappe polarisierte, war aber praktisch: endlich mehr Kofferraum, eine große Klappe und Platz für Freizeitgepäck.

Unter der Haube blieb alles beim Sportlichen. Der Zweiliter-Vierzylinder leistete 100 PS, als 2000 tii mit Kugelfischer-Einspritzung sogar 130 PS. In Verbindung mit dem knackigen Viergang-Getriebe und dem präzisen Fahrwerk blieb der Touring ein echter BMW – agil, direkt, und mit jener Fahrfreude, die bald zum Markenkern werden sollte.

1973 machte der Touring das große Facelift der Baureihe noch mit, sein Aus war jedoch bereits beschlossene Sache. Nur gut 25.000 Exemplare aller Touring-Varianten entstanden, zu wenig für den großen Wurf. Der Nachfolger, der erste 3er, musste ab 1975 ohne Touring auskommen. Erst beim E30 gab es wieder einen, dann aber als richtigen Kombi. Doch im Rückblick zeigt der 2000 Touring, wie mutig BMW damals war: unkonventionell in der Form, konsequent im Fahrverhalten, ein BMW, der zeigte, dass Pragmatismus und Fahrfreude sich nicht ausschließen.

Dieser BMW 2000 Touring wurde am 20. November 1973 auf Professorin Gudrun Wittke-Baudisch, eine bekannte österreichische Keramikerin, Bildhauerin und Malerin zugelassen. Aus deren Verlassenschaft kam der BMW schon 1983 zum bekannten Wiener Lackfabrikanten und BMW-Sammler Kurt Seidler, bei dem er bis 2011 angemeldet blieb.

Einige Fotos zeugen von maßgeblichem Aufwand bei der Restaurierung der Karosserie und von einem Umbau auf Motor mit Kugelfischer-Einspritzanlage, der im Anschluss betrieben wurde. Von Seidler kam der Touring vor rund einem Jahrzehnt zum Einbringer, der des frohen Mutes war, das Projekt zu vollenden und auch das Interieur wieder zu erneuern. Weil bis heute sich keine Zeit dafür fand, darf sich nun ein neuer Besitzer des Tourings annehmen und in wieder auf die Straße bringen.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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