Lot 73

1969 Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabriolet

  • Eines von nur 1.232 gebauten 3.5 Cabriolets
  • Ausgestattet mit Automatikgetriebe und Klimaanlage
  • 26 Jahre beim ersten Besitzer in Rom und Mailand
  • Dokumentiert mit allen originalen Bordunterlagen
  • Seit 2019 in der Sammlung des Einbringers

Schätzwert

EUR 170.000 – 230.000

Ohne Limit / no reserve

Technische Details

Chassis

111.027-12-001601

Papiere

Italienische Carta di circolazione

Originales Wartungsheft

Originale Garantiekarte

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Zwei Jahre nach der Limousine präsentierte Mercedes-Benz anlässlich der Eröffnung des Museums in Untertürkheim im Februar 1961 die Cabriolet- und Coupé-Modelle der neuen Heckflossenreihe. Die markanten Flossen waren dabei auf dezente „Flösschen“ reduziert worden, und anders als bisher übernahm man den Radstand der Limousinen. Das Ergebnis waren erstmals vollwertige Viersitzer für Erwachsene. Dennoch war die Fertigung so aufwendig, dass viermal so viele Teile in Handarbeit hergestellt werden mussten. Luxus hatte seinen Preis: Die eleganten Cabriolets und Coupés kosteten etwa das Doppelte einer Limousine.

Den Anfang machte der 220 SEb, flankiert vom 300 SE als Flaggschiff – fast 10.000 Mark teurer, ausgestattet mit großem Motor aus dem Vorgänger und kapriziösem Luftfederfahrwerk. Seine 160, später 170 PS wurden nach und nach vom 250 SE und schließlich vom 280 SE erreicht. Zwei Jahre nach Auslaufen des Topmodells stellte Mercedes 1969 das finale Nonplusultra vor: den 280 SE 3.5.

Der neue Aluminium-V8 mit 3,5 Litern Hubraum verwandelte die Boulevard-Flaneure in ernsthafte Sportwagen. 200 PS ermöglichten Tachoanzeigen jenseits der 200 km/h, und der Sprint auf 100 km/h gelang in weniger als zehn Sekunden. Mit dem neuen Spitzenmodell erhielt auch das Design ein Update: Die Limousine war längst ersetzt, doch Cabriolets und Coupés wurden mit breiterem Grill und neuen Stoßstangen verjüngt. Statt des traditionellen Hochkühlers gab es nun den Flachkühler, auch in der Basisversion 280.

Preislich lag der 3.5 dort, wo der 300 SE geendet hatte: bei rund 35.000 DM – für viele unerreichbar. Nur 1.232 Cabriolets und rund 2.000 Coupés entstanden in drei Jahren. Mit ihnen endete die Baureihe und die Ära der großen, offenen Sternenkreuzer. Ein Nachfolger ließ zehn Jahre auf sich warten, die Sonderstellung dieser Wagen blieb jedoch bis heute unerreicht.

Während die meisten 3,5-Liter-Cabriolets nach Übersee gingen, wurde dieses Exemplar nach Rom an Peter (Pietro Giacomo) Fornacca ausgeliefert. Laut originaler Datenkarte kam der papyrusweiße (717) Wagen mit Einzelsitzen in rotem Leder, Automatikgetriebe mit Mittelschaltung und der seltenen Klimaanlage. 1980 zog Fornacca mit seinem Cabriolet von Rom nach Mailand. Aus dem originalen Wartungsheft geht hervor, dass der Mercedes zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 120.000 Kilometer gelaufen war. Bis 1996 blieb er im Besitz des Ersthalters und wurde regelmäßig in offiziellen Werkstätten gewartet. Selbst die originale Garantiekarte von 1970 ist noch erhalten.

2019 brachte der Einbringer den Wagen nach Deutschland und ließ das in die Jahre gekommene Ledergestühl erneuern. Zwar bestand er die TÜV-Abnahme, wurde jedoch nie zugelassen. Das Topmodell unter den Mercedes-Cabriolets bereicherte lediglich die Sammlung und wurde kaum bewegt, weshalb anstehende Servicearbeiten nicht überraschen dürfen.

Die Cabriolets mit dem 3.5 am Heck waren in jeder Hinsicht außergewöhnlich – die perfekte Verbindung aus Eleganz und Sportlichkeit. Dieses Exemplar, 26 Jahre beim ersten Besitzer und mit allen originalen Unterlagen, steht dem in nichts nach.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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