Lot 141

1967 Porsche 911 Targa (Softwindow)

  • Der 556. von 718 Targas des ersten Produktionsjahrs
  • Ausgeliefert im Juli 1967 nach Los Angeles
  • 2014 nach Österreich importiert
  • Attraktive Farbkombination
  • Umfangreich restauriert

Schätzwert

Erzielter Preis € 89.700

Technische Details

Chassis

500556

Motor

909705

Papiere

Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Als Porsche 1965 die Idee eines offenen 911 ernsthaft anging, stand man vor einem Problem: In den USA, dem wichtigsten Exportmarkt, drohten verschärfte Sicherheitsvorschriften, die klassische Cabriolets faktisch verbieten würden. Für Zuffenhausen bedeutete das: Wenn ein offener Elfer kommen sollte, dann nicht als Cabrio – sondern als etwas Neues.

Die Lösung präsentierte sich 1965 auf der IAA in Frankfurt: der Targa. Ein Name, entlehnt von der sizilianischen Targa Florio, wo Porsche seit Jahren Erfolge feierte. Dahinter steckte ein halboffenes Konzept: feststehender Überrollbügel aus Edelstahl, herausnehmbare Dachhälfte über den Vordersitzen, ein flexibles Heckverdeck. Offen, aber sicher. Porsche sprach vom „Sicherheits-Cabriolet“ – eine Bezeichnung, mit der die Marketingabteilung weniger Freude hatte.

1967, im dritten Modelljahrgang des 911, wurde der Targa erstmals in Serie gebaut. Die ersten Exemplare hatten das charakteristische Softwindow-Heck: eine flexible Kunststoffheckscheibe, die sich per Reißverschluss öffnen oder komplett herausnehmen ließ. Damit konnte man den Wagen fast wie ein Cabrio fahren, mit Sonne und Wind im Nacken, aber ohne die von US-Behörden gefürchtete Gefahren eines offenen Autos.

Unter der Haube arbeitete im 911 Targa 2.0 der klassische Sechszylinder-Boxer: luftgekühlt, zwei Liter Hubraum, 130 PS stark. Zusammen mit dem geringen Gewicht machte er den Targa zu einem Sportwagen, der sich trotz seines Sicherheitsbügels nicht verstecken musste. Auch die Diversifizierung in Sachen Leistung machte der Targa bei allen Varianten mit.

Die Idee schlug ein. Statt als Kompromiss wurde der Targa rasch als Lifestyle-Ikone wahrgenommen. Wer in Kalifornien den Pacific Coast Highway entlangfuhr, wollte den Edelstahlbügel im Rückspiegel sehen – er wurde zum Markenzeichen für Porsche. Schon bald fragten Kunden nach einer feststehenden Glasheckscheibe, die 1969 die flexible Lösung ersetzte.

1967 aber war der Targa noch jung, revolutionär und eigenwillig. Ein Sportwagen, der den Mut hatte, die Cabrio-Tradition neu zu definieren – und der Porsche half, seinen wichtigsten Markt zu sichern.

Dieser 911 Targa aus dem 1967er Modelljahrgang wurde als Neuwagen nach Kalifornien ausgeliefert, genauer gesagt an Volkswagen Pacific in Culver City, Los Angeles. Der Neuwagen war in polorot lackiert, mit schwarzem Kunstleder-Interieur und als Extra mit verchromten Lochscheibenrädern ausgestattet. Laut Kardex war sein erster Besitzer ein gewisser Jeffrey Stevens aus der Stadt der Engel. Letzte bekannte Besitzerin in Übersee war Debra Downs aus South Prairie, Washington, die den Targa 2001 zuließ.

2014 kam der Softwindow-Targa zum Vorbesitzer nach Oberösterreich, der unmittelbar eine komplette Restaurierung in Auftrag gab. Die ist mit Fotos, die u.a. die blanke Karosserie zeigen und etlichen Teilerechnungen, gesammelt in einem Ordner, dokumentiert. 2021 war das Projekt fertiggestellt und der Porsche wurde einzelgenehmigt. Rechtzeitig zum anstehenden Targa-Jubiläum wartet dieser frühe 911er Softwindow, eben erst frisch überprüft, nun auf einen neuen Besitzer.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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