Lot 92

1967 Glas Goggomobil T250

  • Originaler Fahrzeugbrief mit nur einem Halter
  • Bis 1987 auf den Erstbesitzer angemeldet
  • Liebevoll restauriert

Schätzwert

Erzielter Preis € 8.510

Technische Details

Chassis

264584

Papiere

Deutscher Kraftfahrzeugbrief von 1967

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

1954 auf der IFMA in Köln stellte Hans Glas sein Goggomobil vor – ein winziger Wagen, der zum Symbol der neuen Mobilität werden sollte. Glas, eigentlich Landmaschinenbauer, hatte mit Motorrollern namens Goggo erste Erfolge gefeiert. Doch als das Motorrad an Popularität verlor, war der Schritt zum Kleinstwagen nur logisch.

Der T 250, die Limousine, brachte mit seinem 250-ccm-Zweitaktmotor gerade einmal 13,6 PS auf die Straße. Doch die kleine Maschine hatte Charme: Sie durfte sogar mit Motorradführerschein gefahren werden und machte damit vielen den Umstieg auf vier Räder möglich. Bald folgten stärkere Motoren, die das winzige Auto flotter machten, und auch die Karosserievarianten nahmen zu. Neben der Limousine gab es ein elegantes Coupé mit Panoramascheibe hinten sowie einen kleinen Transporter für Handwerker und Händler.

Das Goggomobil war kein Luxus, sondern Freiheit auf kleinstem Raum. Mehr Komfort kam schrittweise hinzu, doch geblieben ist das Gefühl, plötzlich unabhängig zu sein – mit Dach über dem Kopf und Platz für die Familie.

Im Sommer 1969 lief das letzte Goggomobil vom Band. Zwei Jahre zuvor hatte BMW Glas übernommen, und damit endete ein Kapitel deutscher Nachkriegsmobilität. Über 200.000 Limousinen entstanden – kleine Autos mit großer Geschichte.

Dieses Goggomobil T 250 wurde am 6. November 1967 im bayerischen Eggenthal im Landkreis Kaufbeuren erstmals zugelassen. Der Landwirt Johann Mößmer ist nicht nur der erste, sondern auch der einzige im originalen Pappdeckelbrief eingetragene Besitzer. Erst zwei Jahrzehnte später, am 19. Juni 1987, meldete Herr Mößmer sein Goggomobil ab.

Inzwischen ist das kleine Wirtschaftswunder aus Dingolfing vollständig restauriert worden.  Die Qualität der Arbeit lässt so manches teurere Fahrzeug neidvoll erblassen – ein Eindruck, der auch den Einbringer überzeugte. In seiner Sammlung stand das Goggomobil in bester Kleinwagengesellschaft mit Isetta und Bianchina. Bislang noch nicht wieder angemeldet, wartet es nun auf ein neues liebevolles Zuhause. Obwohl das Goggomobil zuletzt nur selten bewegt wurde, sprang es beim Fototermin sofort an. Ein kurzer Blick auf die Technik vor der Inbetriebnahme ist jedoch ratsam.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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