1966 Ford Mustang Fastback Carrera Panamericana
- Zweimaliger Teilnehmer an der Carrera Panamericana
- Kompromisslos für das härteste Rennen der Welt aufgebaut
- Vierter bzw. dritter Klassenrang 2014 und 2017
- Mit österreichischer Straßenzulassung
Schätzwert
Erzielter Preis € 120.000
Technische Details
Chassis
5T09T185788t
Papiere
Österreichische Zulassung für Motorsportveranstaltungen und Testfahrten
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Dieser Mustang Fastback ist alles nur kein Pony – er ist ein echtes Rennpferd, gezüchtet für eines der härtesten Straßenrennen der Welt: die legendäre »La Carrera Panamericana«. In Oberösterreich von der Firma Custom Speed aufgebaut, nahm er 2014 und 2017 erfolgreich daran teil und zeigte dort, wozu amerikanisches Blech in den richtigen Händen fähig ist.
Unter dem Blech arbeitet kein gewöhnlicher Small Block, sondern ein kompromisslos aufgebauter Ford Racing 302 cui V8. Im Inneren drehen eine Eagle-Kurbelwelle, Comp Cam-Nockenwelle, World Products-Zylinderköpfe, ein Holley-Vergaser und eine MSD-Zündanlage zu Höchstform auf. Die Kraft gelangt über ein Richmond Super T10-Vierganggetriebe an die legendäre Ford 9-Zoll-Hinterachse, während eine Brembo-Rennbremsanlage aus dem NASCAR-Regal dafür sorgt, dass die Power auch wieder gezähmt wird.
Das Ergebnis: 489 PS bei 5.900 U/min, 540 Nm Drehmoment, 0–100 km/h in 5,5 Sekunden und eine Spitze von 248 km/h – beeindruckende Zahlen für einen Mustang aus den 1960ern, aber will man in Mexiko bestehen und mehr als Blumentöpfe gewinnen, dann zählen keine halben Sachen.
Optisch bleibt der Fastback seiner klassischen Linie treu – im Design angelehnt an die GT350H »Rent-a-racer«, die Carroll Shelby seinerzeit für Hertz gebaut hatte. Doch unter dem klassischen Kleid schlägt das Herz eines potenten Rennwagens, gebaut um zu siegen. Die Reifen verraten schon auf den ersten Blick, dass es hier jemand ernst meinte. Das Cockpit und spätestens der Blick unter die Haube lassen daran keinen Zweifel mehr aufkommen.
Der Mustang wurde auf den Tag vor dem ersten Einschiffen Richtung Mexiko fertig. Eine Probefahrt offenbarte einen zu lauten Auspuff und mündete in eine Nachtschicht. Die zweite Probefahrt war dann bereits die erste Etappe des Rennens. Jeglicher Zweifel, ob das Material auch halten würde, war bereits nach wenigen Kilometern verflogen. Am Ende stand ein 4. Klassenrang und ein 14. Platz im Gesamtklassement – beides beeindruckende Zeugnisse für das Können von Mensch und Maschine.
Drei Jahre später gelang sogar der Sprung aufs Podest in der Klasse. Der dritte Rang war gleichbedeutend mit einem elften Platz im Gesamtklassement. Schildert der Besitzer noch heute von diesen beiden Abenteuern, so sieht man dieses gewissen Funkeln in seinen Augen. Er sagt selbst, dass ihn die Eindrücke von der Carrera – von der Geschwindigkeit des Autos bis zur Freundlichkeit der Meschen – nachhaltig geprägt haben und für immer in bester Erinnerung bleiben werden. Sie ist vielleicht das letzte große Abenteuer im historischen Motorsport – etwas das man erlebt haben muss, um es zu verstehen.
Die Gelegenheit dazu bietet sich nun mit diesem Mustang Fastback. Der verfügt sogar über eine österreichische Zulassung für Motorsportveranstaltungen und Testfahrten. Und Anlässe ihn zu testen finden sich bestimmt zur Genüge. Unverändert nach der letzten Carrera, erzählt er die Geschichte seiner Abenteuer. Es liegt nun an den neuen Besitzern neue Kapitel zu schreiben.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272