Lot - 025

1965 Volkswagen-Puma GTE

Schätzwert / Estimate

€ 5.000 – 10.000
Ohne Limit / Without Reserve

Technische Details / Technical DETAILS

Fahrgestell / Chassis

115466105

Motor / Engine

–

Papiere / Documents

USA Title

Auktion / Auction

Ort / Location

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum / Date

17. Oktober 2026

11:00 bis 13:00 und ab 16:00

Besichtigung / Viewing

16. und 17. Oktober 2026

Rarer brasilianischer Sportwagen auf Volkswagen-Basis
Wunderschöne Karosserielinie mit Großserientechnik
Tolles Projekt für den kommenden Winter
Vielleicht auch noch für den darauf

Brasilien war lange kein einfaches Pflaster für Freunde europäischer Sportwagen. Hohe Importhürden und eine stark geschützte heimische Autoindustrie sorgten dafür, dass man sich Exotik am besten selbst baute. Genau das tat Puma. Aus einer kleinen Rennwagenmanufaktur entwickelte sich in den 1960er Jahren eine der interessantesten brasilianischen Sportwagenmarken.

Nach frühen Modellen auf DKW-Basis änderten sich mit der Übernahme von DKW-Vemag durch Volkswagen die Voraussetzungen. Puma wechselte zur luftgekühlten VW-Technik und präsentierte 1968 den neuen GT. Unter seiner niedrigen Kunststoffkarosserie steckte solide Großserientechnik aus Wolfsburg beziehungsweise São Bernardo do Campo: luftgekühlter Vierzylinder-Boxer, Heckantrieb und ein gekürztes VW-Chassis.

Anfang der 1970er Jahre wurde daraus der weiterentwickelte GTE. Das E stand dabei für Export. Der Export gelang tatsächlich, in Form von Bausätzen in die USA und vereinzelt von fertigen Fahrzeugen nach Kanada und Europa. Mit seiner langen, flachen Front, dem knappen Dach und den kräftig ausgestellten hinteren Kotflügeln sah er erheblich schneller aus, als es seine bescheidene Motorleistung vermuten ließ. Doch bei einem Gewicht von deutlich unter 800 Kilogramm brauchte es keine gewaltigen PS-Zahlen, um Spaß zu haben. Puma entwickelte den GTE laufend weiter, größere VW-Motoren sorgten für etwas mehr Temperament.

Der GTE war damit ein Sportwagen nach einem ganz eigenen Rezept: italienisch anmutende Linien, deutsche Brot-und-Butter-Technik und gebaut in Brasilien. Klingt nach einer wilden Mischung. Funktionierte aber erstaunlich gut.

Dieser Puma GTE stammt aus den USA, wohin er wohl als Bausatz geliefert wurde und wo ein Käfer von 1965 für ihn das Leben ließ. Aus Kalifornien kam der Puma 2011 nach Österreich. Er wird wohl etwas mehr als nur eine Durchsicht brauchen, bis er mit seiner wunderschönen Form für bewundernde Blicke sorgen wird. Seine Karosserie scheint insgesamt erstaunlich gut erhalten und der rare Brasilianer scheint in weiten Teilen komplett zu sein. Was auf den ersten Blick wie ein Projekt für ganz Mutige erscheint, mutet dank der Großserientechnik gleich viel weniger furchteinflößend an. Im Gegenteil, mit jedem Blick steigt der Reiz, dem Puma wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.

 

A rare Brazilian sports car based on a Volkswagen model
Stunning bodywork with mass-production technology
A brilliant project for the coming winter
And maybe also for the one after that

For a long time, Brazil was not an easy place for enthusiasts of European sports cars. High import barriers and a heavily protected domestic motor industry meant that if you wanted something exotic, the best solution was to build it yourself. Which is precisely what Puma did. From a small racing-car manufacturer, it developed into one of Brazil’s most interesting sports-car marques during the 1960s.

After its early DKW-based models, the situation changed when Volkswagen took over DKW-Vemag. Puma switched to air-cooled VW mechanicals and introduced the new GT in 1968. Beneath its low-slung glassfibre body lay dependable mass-produced hardware from Wolfsburg – or rather São Bernardo do Campo: an air-cooled flat-four, rear-wheel drive and a shortened VW chassis.

At the beginning of the 1970s, this evolved into the GTE, with the E standing for Export. And exports did indeed follow, in the form of kits to the United States and, in smaller numbers, complete cars to Canada and Europe. With its long, low nose, compact roofline and strongly flared rear wings, it looked considerably faster than its modest engine output might suggest. But at well under 800 kilograms, enormous horsepower figures were hardly necessary to have fun. Puma continued to develop the GTE, with larger VW engines adding a little more urgency.

The GTE was therefore a sports car built to a recipe all its own: Italian-looking lines, German bread-and-butter mechanicals and Brazilian manufacture. Sounds like a wild mixture. Worked remarkably well, though.

This Puma GTE comes from the United States, where it was most likely delivered as a kit and where a 1965 Beetle gave its life for the cause. The Puma came to Austria from California in 2011. It will probably need rather more than a simple inspection before its beautiful shape can once again attract admiring glances. Its body appears remarkably well preserved overall, and the rare Brazilian seems to be largely complete.

What at first sight looks like a project for the truly brave becomes considerably less intimidating once one remembers the mass-produced mechanicals underneath. Quite the opposite, in fact: the longer one looks, the stronger the temptation becomes to return this Puma to its former glory.

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Wolfgang Humer, +43 650 7262524

Reinhard Granner, +43 699 17127272

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