1965 Mini Cooper S
- Originaler Mini Cooper S 1275
- Erfolgreicher Bergrennwagen in Italien
- Zum hochkarätigen Sportgerät umgebaut
- Mehrfacher Rennsieger
Schätzwert
EUR 20.000 – 30.000
Ohne Limit / no reserve
Technische Details
Chassis
C-A2S7-892300
Motor
9F-SA-Y 42234
Papiere
Englisches Registration Document von 1990
Zoll- und Frachtpapiere von 1991
FIA-Wagenpasse von 2015
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Als Alec Issigonis Ende der 1950er den revolutionären Mini entwarf, ahnte niemand, dass dieses unscheinbare Auto einmal Rennsportgeschichte schreiben würde. Quer eingebauter Motor, Frontantrieb und extrem kompakte Abmessungen machten den Mini zum Raumwunder für jedermann – und zur idealen Basis für ein sportliches Derivat. John Cooper, Konstrukteur erfolgreicher Formel-1-Wagen, erkannte das Potenzial und überzeugte die BMC, eine kräftigere Version aufzulegen: den Mini Cooper.
1963 folgte als Krönung der Cooper S, zunächst mit 1.071 ccm, bald auch mit 1.275 ccm Hubraum. Entscheidend waren nicht nur die paar zusätzlichen Pferdestärken – beim stärksten Motor immerhin rund 75 PS. Plötzlich verwandelte sich der kleine Stadtwagen in einen ernstzunehmenden Sportler, der auf kurvigen Straßen weit größeren Gegnern das Fürchten lehrte.
Der große Ruhm kam im Rallyesport: Dreimal gewann der Cooper S die Rallye Monte Carlo, 1964, 1965 und 1967 – Siege, die den Mythos Mini begründeten. Dass der Sieg von 1966 wegen einer umstrittenen Regelauslegung aberkannt wurde, verstärkte die Legende nur noch.
Optisch blieb der Cooper S zurückhaltend. Kleine Plaketten, andere Felgen, ein zweiter Tankverschluss, ein paar Farbvarianten – der Kenner erkannte ihn, der Laie sah weiterhin nur einen Mini. Doch genau das machte den Reiz aus: Understatement pur, gepaart mit einer Fahrdynamik, die Maßstäbe setzte.
Heute gilt der Cooper S der ersten Serie als Ikone des britischen Automobilbaus, Sammlerstück und Kultobjekt gleichermaßen – klein an Format, groß an Geschichte.
Dieses Cooper S wurde am 5. August 1966 erstmals zugelassen. Nach einem letzten Besitzerwechsel im März 1988 übersiedelte der Mini von der Insel nach Italien. Die Übersiedlung wurde begleitet mit Unterstützung der Rover Group, die bereitwillig Auskunft auf Italienisch (!) zu den Produktionsdaten gab.
In Italien wurde er anschließend nach allen Regeln der Kunst zum kompromisslosen Sportgerät für die beliebten Bergrennen umgebaut. Sein Dach zieren unzählige Aufkleber von Veranstaltungen, an denen er teilgenommen und manche von ihnen auch gewonnen hat. Seit 2007 steuerte Gräfin Anna Brenciaglia den Cooper S zu so manchen Erfolgen. Vor wenigen Jahren kam der Cooper S nach Österreich und wartet nun auf neue artgerechte Einsätze.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272