Lot

1965 Glas 1300 GT Cabriolet

  • Hinreißendes Design von Pietro Frua
  • Eines von nur 242 gebauten Cabriolets
  • Vor wenigen Jahren umfangreich restauriert

Schätzwert

Erzielter Preis € 51.750

Technische Details

Chassis

211-003570

Papiere

Deutscher Fahrzeugbrief von 1993

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Von Landmaschinen über Motorroller bis zum Kleinstwagen – Hans Glas und sein Sohn Anderl bewiesen stets das richtige Gespür fürs Geschäft. Doch Ende der 1950er-Jahre setzten das Wirtschaftswunder und vor allem Volkswagen dem Goggomobil gehörig zu: Ein ausgewachsenes Automobil musste her. Der erste Versuch misslang, denn T600 und T700 litten nicht nur unter konstruktiven Schwächen, sondern auch unter dem wenig prestigeträchtigen Namen Goggomobil. Von da an trugen alle neuen Modelle den Namen Glas. Den Anfang machte 1962 der 1004, dessen Motor mit Zahnriemenantrieb eine Weltneuheit darstellte. Trotz jährlich wachsendem Hubraum war der Glas aber noch weit vom Sportwagenimage entfernt.

Schon im September 1963 sorgte man jedoch auf der IAA für Aufsehen: Der 1300 GT erschien – kein Auto vom Mond, aber so schön, als stamme es aus den edelsten Sportwagenmanufakturen südlich des Brenners. Tatsächlich zeichnete Pietro Frua verantwortlich, gebaut wurden die Karosserien in der Nähe von Turin. In Dingolfing kam die bekannte Glas-Mechanik in die eleganten Hüllen. Mit 1.300 ccm leistete der Wagen zunächst 75, später 85 PS, mit mehr Hubraum dann rund 100 PS. Natürlich gab es auch ein Cabriolet, doch während die Coupés schon teuer waren, überstieg das offene Modell die Möglichkeiten der meisten Käufer deutlich.

Am Ende entstanden nur 242 Cabriolets des 1300 GT und etwa die Hälfte davon vom 1700 GT. Die Firma Glas geriet in Schieflage, und das Sportwagenabenteuer war daran nicht unbeteiligt. Noch bevor der erste Mensch den Mond betrat, übernahm BMW 1966 das Unternehmen. Während das Coupé nach dem Abverkauf noch ein Jahr mit Münchner Technik weiterlief, fiel das Cabriolet sofort dem Rotstift zum Opfer. In München hatte man aus der eigenen Vergangenheit gelernt.

Dieses Glas 1300 GT Cabriolet wurde nach längerer Stilllegung am 2. Juli 1993 in Staufenberg im Landkreis Göttingen erneut zugelassen. Der Kfz-Brief verweist auf einen früheren Brief von 1979. Vor der Jahrtausendwende, im Mai 1999, wurde der Wagen wieder stillgelegt und seither nicht mehr angemeldet, auch wenn er 2008 und 2019 zur Hauptuntersuchung vorgestellt wurde. Dass zwischen diesen Terminen 10.000 Kilometer gefahren wurden, spricht dafür, dass das rare Cabriolet mit einem Sammelkennzeichen bewegt wurde.

Vor dem letzten Termin war der 1300 GT laut Einbringer umfangreich restauriert worden. In diesem Zustand gelangte er auch in seine Sammlung, wo er in Gesellschaft seines großen Bruders gehegt und gepflegt, jedoch kaum bewegt wurde. Eine technische Durchsicht ist daher empfehlenswert, bevor dieses hinreißend schöne Cabriolet im kommenden Frühjahr wieder auf die Straße zurückkehrt.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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