Lot 63

1966 Ford Mustang Convertible

Aus der Hertz-Classics Sammlung

  • Als Neuwagen nach Österreich importiert
  • Ausgestattet mit 4,7-Liter-V8 und Schaltgetriebe
  • Seit 2014 in der Hertz-Classics Sammlung
  • Seither umfangreich technisch überholt
  • Lückenlos dokumentierte Historie

Schätzwert

EUR 40.000 – 55.000

 

Technische Details

Chassis

6T08C 110254

Papiere

Österreichische Einzelgenehmigung von 1967 (historische Zulassung)

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Anfang der 1960er spürte Ford, dass die Jugend ein eigenes Auto wollte. Der Babyboom hatte eine neue Käuferschicht hervorgebracht: jung, wohlhabend, hungrig nach Individualität. Chevrolet hatte mit der Corvette zwar ein Aushängeschild, doch zu teuer, zu exklusiv. Ford suchte den Gegenentwurf: ein Auto, das emotional wirkte, aber massentauglich war.

Lee Iacocca, damals junger Marketingchef, erkannte die Chance. Auf Basis der Großserientechnik des kompakten Ford Falcon entwickelte sein Team ein völlig neues Modell: kompakte Dimensionen, lange Motorhaube, kurzes Heck, vier vollwertige Sitze – und eine Preisliste, die alles erlaubte, vom Einstiegsmodell bis zum Sportwagen. Das Pony-Car war geboren, auch wenn der Begriff erst später geprägt wurde.

Am 17. April 1964 wurde der Mustang vorgestellt, zunächst als Coupé und Cabriolet, kurz darauf als Fastback. Die Resonanz war überwältigend: Bereits am ersten Tag gingen 22.000 Bestellungen ein. Die erste Produktionsreihe – später als 1964½ bezeichnet – ging fast nahtlos in das Modelljahr 1965 über.

Das Convertible spielte dabei eine Schlüsselrolle. Es stand für Freiheit und Lebensgefühl, besonders in Verbindung mit dem optionalen 289 V8. Mit Viergang-Schaltgetriebe wurde der Mustang zum erschwinglichen Sportwagen, während er in Basisausstattung für 2.368 Dollar auch Familien und Studenten erreichbar blieb. Innerhalb des ersten Modelljahres entstanden bereits über 73.000 Cabriolets – eine Zahl, die den Erfolg eindrucksvoll belegt.

Das „Pony Interior“, optional mit geprägten Pferdeemblemen in den Sitzlehnen, verlieh dem offenen Mustang zusätzlichen Charme. Er verband sportliches Auftreten mit Komfort und bot genau jene Mischung, die Käufer suchten: individuell, aufregend, aber alltagstauglich.

Heute gilt der 1965er Mustang Convertible als Urtyp einer ganzen Fahrzeuggattung. Er verkörpert nicht nur ein Auto, sondern den Beginn einer Bewegung – ein Symbol für Jugend, Freiheit und die amerikanische Idee auf vier Rädern.

Dieses Mustang Convertible stammt aus dem 1966er Jahrgang und kam bereits im Frühjahr 1967 als Neuwagen nach Österreich. Ganz nach europäischem Geschmack war es mit Schaltgetriebe, Pony-Interieur und km/h-Tacho bis 200 ausgestattet.

Sein erster Besitzer, der den Mustang in Eigenregie importiert hatte, war Dipl. Ing. Erwin Weingraber aus Klagenfurt. Erst im Dezember 1979 meldete er den Wagen ab. Neun Jahre vergingen, bis das Convertible erneut zugelassen wurde. 1993 abgemeldet, wurde es erst drei Jahre später auf seine dritte Besitzerin angemeldet. 2003 kam der Mustang nach Wien und wurde 2014 Teil der Hertz-Classics Sammlung und zum absoluten Favoriten des Besitzers.

Über die Jahre wurde es nicht nur sorgfältig gewartet, 2021 wurde auch der Motor komplett überholt, 2022 die Servolenkung und 2023 das Schaltgetriebe abgedichtet. Außerlich und im Innenraum zeigt sich der Ford charmant patiniert und im weitgehend im Originalzustand erhalten.

Mustang mit Schaltgetriebe waren seinerzeit deutlich in der Minderheit, als ur-österreichisches Fahrzeug ist dieses Convertible eine noch weitaus größere Rarität, in seiner Gesamtheit vielleicht heute sogar einzigartig.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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