1964 Triumph TR 4
Aus der Hertz-Classics Sammlung
- Früher TR 4 der ersten Serie
- Wunderschöne Farbkombination
- Seit über 20 Jahren schon in Österreich
- Seit 2014 in der Hertz-Classics Sammlung
- Durchgehend in Schuss gehalten
Schätzwert
EUR 18.000 – 26.000
Ohne Limit / no reserve
Technische Details
Chassis
CT 24831 G
Motor
CT 25004 E
Papiere
Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
1961 stellte Triumph den TR4 vor – als Nachfolger des TR3, der mit seinen Seitenscheiben und freistehenden Kotflügeln noch an die Vorkriegszeit erinnerte. Für den neuen Roadster holte man sich frische Ideen aus Italien. Giovanni Michelotti zeichnete die Linien, und plötzlich stand da ein Triumph, der modern wirkte: glatte Flanken, breite Spur, gerade Kanten. Ein britischer Sportwagen im Maßanzug aus Turin.
1964, in der frühen Bauphase, war der TR4 noch in seiner reinsten Form unterwegs. Unter der Haube arbeitete der bekannte 2,1-Liter-Vierzylinder, der mit 100 PS ordentlich zupackte. Kein Sechszylinder-Schmeichler, sondern ein rauer Arbeiter, der sich bei hohen Drehzahlen wohler fühlte als im Bummeltempo. Die Lenkung direkt, das Fahrwerk straff – ein Auto für Kurven, nicht für Boulevards.
Neu war das vollwertige Kurbelfenster-System, das den TR4 alltagstauglicher machte als seine Vorgänger. Optional konnte man das „Surrey Top“ ordern – ein festes Dach mit herausnehmbarem Mittelteil, irgendwo zwischen Coupé und Targa. Damit bot Triumph eine Vielseitigkeit, die viele Konkurrenten nicht kannten.
Zwischen 1961 und 1965 entstanden rund 40.000 Exemplare des TR4, ehe er vom TR4A mit neuem Fahrwerk abgelöst wurde. Der frühe TR4 bleibt damit die puristische Ausführung: kantig, direkt, unverblümt.
Dieser frühe TR 4 aus der ersten Serie kam 2004 aus den USA nach Österreich. Am 12. April 2005 wurde er vom Bekannten Kabarettisten Roland Düringer erstmals hierzulande zugelassen. Ein Gutachten bescheinigte ihm 2009 einen Zustand von 1-2. 2014 kam er in die Hertz-Classics Sammlung und wurde weiterhin bestens in Schuss gehalten. 2019 wurde etwa der Motor komplett überholt. Ein interessantes Accessoire, dass er wohl aus den USA mitgebracht hatte, ist der Offenhauser-Ventildeckel, ein zeitgenössisches Speed Equipment aus den 1960er Jahren.
In höchst attraktiver Farbkombination präsentiert sich dieser frühe TR 4 heute als ein Stück britischer Sportwagenkultur – kernig, ehrlich und ein wenig ungehobelt, doch im Maßanzug von Michelotti immer mit Stil.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272