Lot 64

1964 Ford Taunus 17M P3

  • Von 1988 bis 2019 beim Vorbesitzer
  • Von diesem behutsam restauriert
  • Original erhaltenes Interieur

Schätzwert

EUR 4.000 – 6.000

Ohne Limit / no reserve

Technische Details

Chassis

930624

Papiere

Österreichischer Typenschein

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

1960 stellte Ford Deutschland den Taunus 17M P3 vor – und überraschte die Autowelt. Während andere Hersteller noch in Chrom und Flossen schwelgten, rollte aus Köln plötzlich ein Wagen mit glatten Flächen, sanften Rundungen und einer Form, die Kritiker bald „Badewanne“ nannten. Was zunächst spöttisch gemeint war, wurde rasch zum Markenzeichen.

Der P3 brach radikal mit der bisherigen Ford-Formensprache. Statt amerikanischer Zierfreude herrschte nun Klarheit: tief sitzende Scheinwerfer, fließende Linien, ein sachlicher Auftritt – fast skandinavisch in seiner Schlichtheit. In einer Zeit des Überflusses wirkte der neue Taunus puristisch – und genau das machte ihn modern.

Unter der Haube arbeitete zunächst ein 1,5- oder 1,7-Liter-Vierzylinder mit bis zu 60 PS, später folgte ein 1,8-Liter mit 75 PS. Kein Sportler, aber robust, zuverlässig und wie geschaffen für die neue Mittelschicht, die Komfort suchte, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Trotz kompakter Maße bot die „Badewanne“ innen überraschend viel Platz – ein Alltagsauto für Familien, Vertreter und Freiberufler einer optimistischen Epoche.

Über 670.000 Exemplare entstanden bis 1964 – ein voller Erfolg für Ford. Heute ist der P3 eine Rarität und erinnert daran, dass Vernunft manchmal das schönste Design hervorbringt.

Im Mai 1964 wurde dieser 60-PS-starke 17M in klassischer Zweifarbenlackierung erstmals auf einen Grazer Zahnarzt zugelassen. Der Einbringer fand den Wagen 1988 in außergewöhnlich originalem Zustand – mit Erstlack, Motor und unberührtem Interieur. Zwischen 1995 und 1996 erhielt er eine hochwertige Neulackierung, deren Qualität bis heute überzeugt. 2019 kam der Ford in die Sammlung des Einbringers, wo er kaum bewegt wurde. Ein ehrliches, gepflegtes Beispiel für Stil und Qualität der frühen 1960er – nach einer Durchsicht bereit für neue Ausfahrten.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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