1963 Volkswagen Typ 11 Luxus
- Bis 1990 bei drei Besitzern im Mühlviertel
- Vom vierten Besitzer liebevoll restauriert
- Weitgehend original erhaltenes Interieur
- Letzter Dickholmer-Volkswagen
- Charmanter Zeitzeuge
Schätzwert
EUR 10.000 – 14.000
Ohne Limit / no reserve
Technische Details
Chassis
5625818
Motor
7821976
Papiere
Österreichischer Typenschein
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Der Volkswagen, längst zum Synonym für das Automobil der Nachkriegszeit geworden, erfuhr Jahr für Jahr kleine, aber wohlüberlegte Verfeinerungen. Revolutionen blieben aus, doch gerade diese behutsame Modellpflege machte seinen Charakter aus: vertraut, robust, stetig weiterentwickelt.
1963 brachte vor allem Komfort- und Sicherheitsverbesserungen. Besonders wichtig war die neue Frischluftheizung: Statt die Luft direkt über die Zylinder zu führen – mit dem Risiko von Ölgeruch und Abgasen im Innenraum – nutzte man nun verrippte Wärmetauscher an den Auspuffrohren. Das Ergebnis war sauber, zuverlässig und bedeutete einen echten Fortschritt für den Alltagsnutzer.
Schon seit 1962 hatte man endgültig das altmodische Seilzugsystem für die Bremsen durch eine hydraulische Anlage ersetzt, die auch beim Standardmodell Einzug hielt. Damit verzögerte der Käfer sicherer und zeitgemäßer. Für das Exportmodell stand ab 1963 zudem ein neues Stahlschiebedach als Alternative zum klassischen Faltdach zur Verfügung – ein Extra, das den kleinen Volkswagen fast mondän wirken ließ.
Optisch blieb er sich treu, doch Kenner wissen: 1963 war das letzte Jahr des sogenannten „Dickholmers“. Ab 1964 erhielten die Käfer größere Glasflächen und schlankere Holme, was die Silhouette veränderte und den Blick nach draußen großzügiger machte.
Damit markiert der 1963er Käfer den Schlusspunkt einer Epoche: vertraut im Erscheinungsbild, technisch verbessert – und schon mit einem Fuß in der Zukunft.
Dieser Volkswagen wurde im Sommer 1963 an Johann Katzenhofer im oberösterreichischen Pregarten ausgeliefert. Auch mit der zweiten Besitzerin blieb er ab 1985 jenseits der Donau um Mühlviertel beheimatet, genauso wie beim dritten, ehe er 1990 abgemeldet wurde. Erst im jüngeren, neuen Jahrtausend wurde der Käfer wieder zum Leben erweckt. Während Sitze und Himmel und Armaturenbrett original mit charmanten Gebrauchsspuren, die die Zeit nicht verheimlichen, erhalten blieben, wurde die Karosserie restauriert und im Originalfarbton »Rubinrot« lackiert, Arbeiten, die mit vielen Fotos umfangreich dokumentiert sind. Originalmotor und Getriebe wurde natürlich ebenso überarbeitet. Insgesamt präsentiert sich hier ein äußerts begehrenswertes Exemplar eines Millionensellers, von dem die wirklich guten Überlebenden selten angeboten werden.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272