Lot 31

1962 Ford Thunderbird Sports Roadster

  • Einer von nur 1.882 gebauten Sports Roadster
  • In weitgehend unrestauriertem Zustand erhalten
  • Lange Zeit im Automuseum Amsterdam
  • Toller Zeitzeuge aus dem Space Age

Schätzwert

EUR 20.000 – 30.000

Ohne Limit / no reserve

Technische Details

Chassis

2Y85Z125119

Papiere

Holländischer Kentekenbewijs

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Als Ford 1955 den Thunderbird vorstellte, war er noch ein sportlicher Zweisitzer – die Antwort auf Chevrolets Corvette. Doch Amerika verlangte nach mehr Luxus als nach purer Sportlichkeit, und so wuchs der Thunderbird mit der zweiten Generation zum vollwertigen Viersitzer heran. 1961 debütierte schließlich die dritte Generation, die sich im Design deutlich von ihren Vorgängern abhob.

Die USA befanden sich mitten im „Space Age“, im Wettlauf mit der UdSSR um die Eroberung des Weltraums – und das spiegelte sich in der Formensprache wider. Der Thunderbird erhielt glatte, moderne Linien, große runde Rückleuchten und reichlich Chrom. Er wirkte futuristisch, elegant und zugleich imposant – ein Auto, das sich klar vom Rest der Modellpalette aus Dearborn abhob.

Im zweiten Produktionsjahr, 1962, inszenierte Ford ein kurzes Comeback des Roadsters: den Thunderbird Sports Roadster. Geschlossen glich er dem Cabriolet, geöffnet jedoch verdeckte ein sogenanntes tonneau cover die Rücksitze und verlieh ihm die Erscheinung eines reinen Zweisitzers. Zusammen mit Drahtspeichenrädern und glänzenden Chromakzenten wurde daraus ein rollendes Statement amerikanischer Extravaganz.

Ein besonderes Highlight war der komplexe Verdeckmechanismus: Auf Knopfdruck öffnete sich der riesige Kofferraumdeckel nach hinten, das Stoffverdeck verschwand vollständig im Inneren – ein technisches Spektakel aus Elektromotoren und Hydraulik, das jedes Öffnen zur kleinen Show machte. Kein umständliches Gestänge, keine Improvisation – sondern eine Inszenierung im Stil des Broadway.

Unter der Haube arbeitete ein 6,4-Liter-V8 mit 300 PS. Er verlieh dem über 5,30 Meter langen Cruiser souveränen Vortrieb – nicht sportlich, aber majestätisch. Der Sports Roadster war ein Auto fürs Auge, nicht für die Stoppuhr.

Nur rund 1.427 Exemplare entstanden 1962, weitere 455 Stück im Jahr darauf – verschwindend geringe Stückzahlen nach amerikanischen Maßstäben. Heute gilt der Thunderbird Sports Roadster als Rarität und Symbol einer Epoche, in der amerikanische Autos nicht nur Fortbewegungsmittel waren, sondern rollende Prestigeobjekte – Ausdruck eines grenzenlosen Optimismus und Spiegel ihrer Zeit.

Dieser Thunderbird Sports Roadster in „diamond blue“ war bis zur Jahrtausendwende im Automuseum in Amsterdam ausgestellt. Nachdem der ausgesprochen original erhaltene Thunderbird vom Museum verkauft worden war, wurde er am 5. Juni 2000 erstmals in den Niederlanden zugelassen.

Heute zeigt der Meilenstand gerade einmal 3.000 Meilen mehr an als vor 25 Jahren, als der Thunderbird das Museum verließ. Er präsentiert sich immer noch in sehr originalem Erhaltungszustand und selbst der komplizierte Verdeckmechanismus funktioniert einwandfrei. Für den anspruchslosen Rest der Technik gilt das sowieso, auch, wenn vor der Wiederinbetriebnahme eine Durchsicht nicht schaden kann.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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