1960 Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale

  • Die 238. von nur 1.366 gebauten Giulietta SS
  • 1960 an Hoffman nach New York geliefert
  • 1987 in höchster Qualität restauriert
  • 1998 in Österreich zugelassen
  • 15 Jahre beim Einbringer

Schätzwert

Erzielter Preis € 78.200

Technische Details

Chassis

AR10120*00238*

Motor

AR00120*00619*

Papiere

Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Als Alfa Romeo Ende der fünfziger Jahre die Giulietta-Baureihe um ein auf Wettbewerb getrimmtes Modell erweitern wollte, lag die Messlatte hoch. Die von Zagato veredelten Sprint Veloce hatten längst gezeigt, wie leichtes Blech und windschnittige Formen Siege auf Rallye- und Rundstrecken einfuhren. Gegen diese Maßstäbe musste sich Bertones Antwort behaupten: die Giulietta Sprint Speciale.

Franco Scaglione zeichnete für das Design verantwortlich – eine Karosserie wie aus einem Guss, glatt, tropfenförmig, ein Manifest aerodynamischer Studien im Windkanal. Schon die Prototypen wirkten wie automobile Skulpturen, ganz im Geist der „Disco Volante“-Versuchswagen, die Scaglione zuvor für Alfa Romeo entworfen hatte. Unter der eleganten Hülle arbeitete der bekannte 1,3-Liter-Doppelnockenwellenmotor, in der Sprint Speciale auf fast 100 PS gebracht. In Verbindung mit der gestreckten Linie und dem geringen Luftwiderstand ermöglichte er eine Spitze von über 190 km/h – Werte, die für ein Seriencoupé dieser Hubraumklasse beachtlich waren.

Doch so sehr die Giulietta Sprint Speciale mit ihrer Silhouette bemühte, auf den Rennstrecken blieb sie hinter den Erwartungen zurück. Leichter und agiler waren die von Zagato geformten Einzelstücke, die die SS regelmäßig in den Schatten stellten. Dennoch entschied Alfa Romeo, das Modell 1959 in Serie zu schicken – vielleicht mehr als Aushängeschild der Marke denn als Waffe im Motorsport.

Bis 1966 entstanden nur rund 1.300 Exemplare. Für Alfa Romeo war die Sprint Speciale kein großer sportlicher Triumph, aber ein stilistisches Ausrufezeichen. Sie verkörpert den Mut, Design zum Selbstzweck zu erheben, und markiert einen Wendepunkt, an dem Form und Technik gleichermaßen zur Marke Alfa Romeo beitrugen. Heute gilt sie als rollende Skulptur – und als Sinnbild jener Epoche, in der Schönheit und Geschwindigkeit untrennbar verbunden waren.

Diese Giulietta Sprint Speciale, kurz SS, wurde laut Werksarchiv am 8. Oktober 1960 fertiggestellt und drei Tage später Richtung New York eingeschifft, wo der gebürtige Wiener Max Hoffman den Vertrieb der Marke übernahm.

1987 wurde die rare Giulietta von David Leivian aus Wichita und seiner Firma Classic Cars Inc. Komplett restauriert. David Leivian restauriert heute noch historische Alfa Romeos und gilt als eine der renommiertesten Adressen in den USA. Zurecht, wie die Qualität der vor fast 40 Jahren abgeschlossenen Arbeiten zeigt. Egal ob Karosserie, Interieur oder Mechanik, die Giulietta Sprint Speciale präsentiert sich nach 19.000 gefahrenen Kilometern immer noch von ihrer besten Seite.

1998 war sie nach Österreich gekommen und von einem Besitzer aus Polling zugelassen worden. 2010 erwarb sie dann ihr jetziger Besitzer für seine eklektische Sammlung historischer Sportwagen. Für die Tiroler Topographie wurde die Hinterachse mittels eines neuen Kegelrads kürzer übersetzt und 2023 ließ er aus Sicherheitsgründen die originalen Magnesiumfelgen gegen neue aus Aluminium tauschen. Die jeweiligen Originale gibt es natürlich dazu.

Ihre Wartung erfuhr die wunderschöne Giulietta die letzten 15 Jahre stets bei Clemens Mayr, einem ausgesprochenen Fachmann. Hier bietet sich also die Gelegenheit auf ein einmaliges Designstück, dem erst als Klassiker die entsprechende Würdigung zuteilwurde – ein Meisterstück aus der Feder von Franco Scaglione.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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