Lot 71

1959 Volkswagen Karmann Ghia Cabriolet

  • Seltenes, frühes Lowlight-Cabriolet
  • Im internationalen Lowlight-Register eingetragen
  • In den letzten zehn Jahren komplett restauriert
  • Matching Numbers

Schätzwert

EUR 40.000 – 55.000

Ohne Limit / no reserve

Technische Details

Chassis

2384233

Motor

2909456

Papiere

Deutsche historische Zulassung

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Mitte der 1950er-Jahre wollte Volkswagen zeigen, dass aus Wolfsburg mehr kommen konnte als Käfer und Transporter. Also ließ man Karmann in Osnabrück gemeinsam mit Ghia in Turin ein Coupé entwerfen, das die solide Technik des Käfers in eine elegante Hülle kleidete. 1957 folgte das Cabriolet – und damit begann eine kleine Erfolgsgeschichte voller Leichtigkeit.

Die frühen Modelle, bis 1959 gebaut, nennt man heute „Lowlight“. Ihr Markenzeichen: tief sitzende Frontscheinwerfer und ein filigranes Armaturenbrett. Gerade im Cabriolet wirkte diese Linie besonders zart, fast italienisch – eine Erscheinung, die man eher in Rom an der Via Veneto vermutet hätte als in Osnabrück.

Unter dem Blech arbeitete nüchtern der Käfer-Vierzylinder mit 30 PS aus 1,2 Litern. Sportwagenambitionen waren damit ausgeschlossen, doch das Cabriolet verstand sich ohnehin mehr als Modeaccessoire denn als Rennmaschine. Offen gefahren, mit viel Chrom und geschwungenen Linien, war es ein Statement: bezahlbar, aber mit internationalem Flair.

1959 bedeutete den Abschied vom Lowlight. Die Scheinwerfer wanderten höher, die Linien wurden schwerer, das Armaturenbrett massiver. Für Puristen markiert das frühe Cabrio den Gipfel der Eleganz – jene Phase, in der der Karmann Ghia noch mehr italienischer Modeschöpfer war als deutsches Alltagsauto.

Heute sind die Lowlight-Cabrios gesuchte Raritäten, einerseits wegen ihrer Seltenheit, andererseits dank ihrer Ausstrahlung: ein Volkswagen, der verführerisch wirkte und bis heute zeigt, wie schön ein Auto mit Käfer-Technik sein konnte.

Dieser späte Lowlight-Karmann tauchte vor zehn Jahren auf einer einschlägigen Internetseite in den USA als Restaurierungsprojekt auf. Fotos zeigen ein entlacktes Cabriolet, das sichtlich eine komplette Überarbeitung benötigte. Der Motor, der noch immer verbaut ist, wurde damals als original beschrieben; als Karosserienummer wurde die 399 angegeben.

Die Restaurierung des Lowlight-Cabriolets erfolgte schließlich nach dem Verkauf nach Europa. Der Vorher-Nachher-Vergleich lässt den Umfang der Arbeiten erahnen – es ist kaum zu glauben, dass es sich um dasselbe Fahrzeug handelt. 2018 wurde der Karmann Ghia vom Einbringer zugelassen. Das frisch restaurierte Cabriolet wurde seither jedoch kaum bewegt, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein paar Handgriffe zur Inbetriebnahme nötig sind.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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