1958 Porsche 356 A (T2) 1600 S
Schätzwert / Estimate
EUR 85.000 – 115.000
Technische Details / Technical DETAILS
Fahrgestell / Chassis
105451
Motor / Engine
KD*P*810921
Papiere / Documents
Deutsche historische Zulassung
Auktion / Auction
Ort / Location
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum / Date
17. Oktober 2026
11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing
16. und 17. Oktober 2026
Drei Jahre lang umfangreich restauriert
Mit 2-Liter-Motor von Biennert ausgestattet
Mit Leistung über Carrera-Niveau
Traumhaft schöne Farbkombination
Eine herrliche Fahrmaschine
Als Ferry Porsche 1948 im österreichischen Gmünd den ersten Sportwagen unter eigenem Namen baute, waren die Voraussetzungen denkbar bescheiden. Vieles stammte von Volkswagen, manches musste genommen werden, weil schlicht nichts anderes verfügbar war. Trotzdem steckte im 356 bereits jene Idee, der Porsche bis heute erstaunlich treu geblieben ist: geringes Gewicht, überschaubare Leistung und möglichst wenig Auto rund um den Fahrer.
Die ersten 356 entstanden noch in Gmünd mit Aluminiumkarosserien, ehe Porsche 1950 nach Stuttgart zurückkehrte und Reutter die nun stählernen Aufbauten fertigte. Unter dem Heckdeckel arbeiteten weiterhin luftgekühlte Vierzylinder mit deutlicher VW-Verwandtschaft, doch Porsche entwickelte sie mit erstaunlichem Ehrgeiz weiter. Aus anfänglich 1,1 Litern wurden 1,3 und 1,5 Liter, die Leistung stieg, Fahrwerk und Bremsen wurden verbessert. Der 356 begann sich zunehmend von seinem Volkswagen-Ursprung zu emanzipieren.
Auch äußerlich blieb kaum etwas lange unverändert. Die zweigeteilte Windschutzscheibe wich 1952 einer einteiligen, noch immer geknickten Scheibe, Stoßfänger, Leuchten und zahlreiche Details änderten sich laufend. Dazu kamen Coupé und Cabriolet sowie der spartanische Speedster für den amerikanischen Markt. Porsche entwickelte nicht in großen Sprüngen. Man verbesserte einfach ständig weiter.
Für das Modelljahr 1956 bekam diese Evolution schließlich einen Namen: 356 A. Die erste Ausführung, heute gemeinhin T1 genannt, sah ihrem Vorgänger auf den ersten Blick weiterhin verblüffend ähnlich. Die Windschutzscheibe war nun gewölbt, die Karosserie in zahlreichen Details verfeinert und das Fahrwerk überarbeitet. Mit 1,3- und 1,6-Liter-Motoren stand zudem eine breite Leistungsspanne zur Verfügung. An der Spitze sorgte der aufwendige Carrera mit Fuhrmann-Viernockenwellenmotor dafür, dass aus dem kleinen Porsche bei Bedarf ein ausgesprochen ernst zu nehmendes Sportgerät wurde.
Doch auch der 356 A blieb nicht lange unverändert. Ab Herbst 1957 folgte der milde weiterentwickelte T2. Wieder waren es keine revolutionären Änderungen, sondern jene vielen Details, aus denen Porsche gerne ein besseres Auto machte. Äußerlich war der T2 unter anderem an den nun unterhalb der Stoßstange mündenden Auspuffendrohren zu erkennen, während im Inneren und unter dem Blech zahlreiche Verbesserungen einflossen. Gleichzeitig wurde das Motorenprogramm weiterentwickelt.
Bis 1959 war der 356 A damit weit von jenem improvisierten Sportwagen entfernt, mit dem alles begonnen hatte. Schneller, komfortabler und ausgereifter war er geworden, ohne seine ursprüngliche Leichtigkeit zu verlieren.
Laut Geburtsurkunde wurde dieser Porsche am 10. November 1958 an Mr. Zinner in Los Angeles als 356 A 1600 S Reutter Coupé ausgeliefert, damals die Topmotorisierung unterhalb des Carrera. Heute ist er einer der gesuchtesten Porsche-Klassiker. Mit der bildhübschen T2-Form ein optischer Nimmersatt, dank des „S“-Motors ein steter Quell der Freude. Laut beiliegender Kardex wurde er in Silbermetallic ausgeliefert, die Innenausstattung ist unbekannt.
Am 16. November 2016 erwarb der Einbringer den Porsche 356 A 1600 S in Amerika. Auf damaligen Fotos macht das Coupé einen soliden, vor allem aber originalen und gänzlich unverbastelten Eindruck. Noch immer in Silber lackiert, wenngleich schon ziemlich matt. Das Auto war bis auf die Stoßfänger komplett, es könnte bis zuletzt gelaufen sein. Der Vorbesitzer hatte das Coupé laut Title bereits 2004 in Texas zugelassen, nun war der Motor ausgebaut. Warum, wissen wir nicht.
Für den Einbringer war schnell klar: Das ist die ideale Basis für SEIN Projekt. Ihm schwebte ein 356 A vor, unscheinbar, aber mit Leistung satt. Traumfarbe Aquamarinblau, kombiniert mit rotem Leder, sehr schlicht, aber total einnehmend. Im Kopf war der Porsche schon fertig.
2017 wurde der 356 geliefert und löste Begeisterung aus. Toller Zustand, noch besser als erwartet. Nach der Bestandsaufnahme wurde zerlegt, die Karosserie zum Entlacken und KTL-Beschichten gegeben, weil es eben top werden sollte. Typischerweise wurden zahlreiche Blechteile erneuert, das Interieur mit viel Leder und neuem Teppich ausgeschlagen. Die Technik erfuhr eine grundlegende Überholung.
Den Motor lieferte Bienert-Boxer-Motoren. Laut Rechnung handelt es sich um einen SC-Motor mit der Motornummer 810921. Er wurde komplett neu aufgebaut und auf zwei Liter erweitert. So leistet er jetzt um die 120 PS, auch wenn in den Papieren nur 95 PS eingetragen sind. Im Juli 2021 gab es die HU, und endlich konnte zugelassen und gefahren werden. Bis heute haben sich gut 4.000 begeisternde Kilometer addiert.
Jetzt dominiert im Kopf die junge Familie. Der 356 A soll abgegeben werden. Der Einbringer hat viel Zeit, Geld und Nerven investiert, bis der Porsche endlich so war, wie er jetzt ist. Ein superschöner Klassiker mit richtig Dampf, für Spaß beim Fahren und Verblüffen.
Der Käufer bekommt einen ausgereiften Klassiker, dessen Restaurierung erst vor fünf Jahren abgeschlossen wurde. Er kann sofort einsteigen und Spaß haben, flanieren oder fetzen. Beides geht, beides macht irre Spaß. Er ist der Gewinner.
Extensively restored over three years
Fitted with a 2-litre engine by Bienert
Performance beyond Carrera level
Stunningly beautiful colour combination
A glorious driving machine
When Ferry Porsche built the first sports car bearing his own name in Gmünd, Austria, in 1948, the circumstances could hardly have been more modest. Much came from Volkswagen, while some components were used simply because nothing else was available. Yet the 356 already embodied an idea to which Porsche has remained remarkably faithful ever since: low weight, sensible power and as little motor car as possible surrounding the driver.
The first 356s were still built in Gmünd with aluminium bodies, before Porsche returned to Stuttgart in 1950 and Reutter began producing the new steel coachwork. Air-cooled four-cylinder engines with obvious Volkswagen origins continued to sit beneath the engine lid, but Porsche developed them with remarkable determination. The original 1.1 litres became 1.3 and 1.5, power increased, and the suspension and brakes were improved. The 356 was gradually emancipating itself from its Volkswagen origins.
Nor did much remain unchanged for long on the outside. In 1952, the split windscreen gave way to a single-piece screen that still retained a pronounced bend, while bumpers, lights and countless details evolved continuously. Coupé and Cabriolet versions were joined by the Spartan Speedster for the American market. Porsche did not develop the 356 in great leaps. It simply never stopped improving it.
For the 1956 model year, this evolution finally acquired a new name: 356 A. The first version, now generally known as the T1, still looked remarkably similar to its predecessor at first glance. The windscreen was now curved, the body refined in numerous details and the suspension revised. A range of 1.3- and 1.6-litre engines also offered a broad spread of performance. At the top, the sophisticated Carrera with its Fuhrmann four-cam engine ensured that, when required, the little Porsche could become a very serious piece of sporting machinery indeed.
But the 356 A did not remain unchanged for long either. From autumn 1957 came the mildly revised T2. Once again, there was no revolution, merely the multitude of small changes from which Porsche liked to make a better car. Externally, the T2 could be identified, among other details, by its exhaust pipes now exiting beneath the rear bumper, while numerous improvements were incorporated inside and beneath the bodywork. The engine range continued to evolve at the same time.
By 1959, the 356 A had come a very long way from the improvised sports car with which it had all begun. It was faster, more comfortable and more mature, yet had lost none of its original lightness.
According to its birth certificate, this Porsche was delivered to Mr Zinner in Los Angeles on 10 November 1958 as a 356 A 1600 S Reutter Coupé, at the time the most powerful version below the Carrera. Today it ranks among the most sought-after classic Porsches. With that gorgeous T2 shape, it is a car one never tires of looking at, while the “S” engine provides a constant source of enjoyment. According to the accompanying Kardex, it was delivered in Silver Metallic; the original interior specification is unknown.
On 16 November 2016, the consignor acquired the Porsche 356 A 1600 S in America. Photographs from the time show a solid and, above all, remarkably original and completely unmolested Coupé. It was still painted silver, albeit by then rather faded. Apart from the bumpers, the car was complete and may well have remained in use until shortly before. According to the Title, the previous owner had already registered the Coupé in Texas in 2004, but by 2016 the engine had been removed. Why, we do not know.
For the consignor, one thing quickly became clear: this was the ideal basis for HIS project. What he had in mind was a 356 A that looked discreet but had power to spare. His dream colour was Aquamarine Blue, combined with red leather – very simple, yet utterly captivating. In his mind, the Porsche was already finished.
The 356 arrived in 2017 and immediately caused considerable excitement. Its condition was excellent, even better than expected. After a thorough assessment, the car was dismantled and the body sent away to be stripped and given a cathodic dip coating. If it was going to be done, it was going to be done properly. Numerous body panels were renewed, while the interior was lavishly retrimmed in leather and fitted with new carpeting. The mechanical components received an equally thorough overhaul.
The engine came from Bienert-Boxer-Motoren. According to the invoice, it is an SC engine carrying number 810921. It was completely rebuilt and enlarged to two litres. It now produces around 120 hp, even though only 95 hp are recorded in the registration documents. In July 2021, the Porsche passed its technical inspection and at last it could be registered and driven. Since then, a little over 4,000 thoroughly enjoyable kilometres have been added.
These days, however, a young family occupies rather more space in the consignor’s thoughts. The 356 A is therefore to be sold. A great deal of time, money and nerves went into getting the Porsche exactly where it is today. The result is a gorgeous classic with real punch, built to entertain its driver and surprise everyone else.
Its next owner receives a thoroughly sorted classic whose restoration was completed only five years ago. It is ready to get into and enjoy immediately, whether the mood calls for a gentle promenade or something rather more spirited. It does both, and both are enormous fun.
The next owner gets to reap the rewards.
Wolfgang Humer, +43 650 7262524
Reinhard Granner, +43 699 17127272