1957 Ford Thunderbird
Aus der Hertz-Classics Sammlung
- Amerikanische Design-Ikone der 1950er
- Seit 2014 in der Hertz-Classics Sammlung
- Kürzlich umfangreich mechanisch überholt
- Durchgehend gewartet und gepflegt
- Mit Bull’s-Eye-Hardtop
Schätzwert
EUR 28.000 – 38.000
Ohne Limit / no reserve
Technische Details
Chassis
D7FH141747
Papiere
Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)
Deutsche Zulassung
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Als Ford 1955 den Thunderbird auf die Straße brachte, zielte er auf die Corvette – doch das Konzept war ein völlig anderes. Während die Corvette als kompromissloser Sportwagen gedacht war, verstand sich der Thunderbird von Anfang an als „Personal Car“: ein stilvoller Zweisitzer, weniger Rennstrecke, mehr Boulevards. Der Erfolg gab Ford recht. Schon im ersten Jahr verkaufte sich der Thunderbird fast fünfzehnmal besser als die Corvette.
1957 erreichte die erste Generation ihren Höhepunkt. Das Design wurde geschärft: breiter Kühlergrill, integrierte Doppelauspuffrohre, elegante Heckflossen. Das Hardtop mit den runden „Bullaugen“-Fenstern machte ihn unverwechselbar. Während die Corvette mit Glasfaser-Karosserie und asketischem Cockpit sportlich wirken wollte, bot der Thunderbird Leder, Radio, elektrische Spielereien – Luxus, wo die Corvette Verzicht predigte.
Auch unter der Haube blieb er souverän. V8-Motoren von 190 bis 300 PS standen bereit, auf Wunsch sogar mit Kompressor. Der Thunderbird konnte mithalten, wenn es um Leistung ging – nur tat er es im Smoking, nicht im Rennanzug. 1957 war das letzte Jahr für den Zweisitzer. Ab 1958 wuchs der Thunderbird zum Viersitzer und endgültig zum Luxusauto.
Heute gilt der 1957er als Krönung der „kleinen“ Thunderbirds: ein Auto, das nicht die Corvette kopierte, sondern ihr einen Spiegel vorhielt und zeigte, dass Eleganz mindestens so verführerisch sein konnte wie reine Sportlichkeit.
Dieser Thunderbird aus 1957 war, bevor er 2014 in die Hertz-Classics Sammlung kam, ab 2007 in Bayern zugelassen. In der letzten Dekade wurde er wie die gesamte Sammlung vom hauseigenen Mechaniker in aller Regelmäßigkeit gewartet. 2023 wurde der Motor instandgesetzt, die Servopumpe und die Vorderachse mitsamt Bremsen wurden überholt. Erst heuer folgte eine Überholung des Getriebes. Damit ist die amerikanische Stilikone nun wieder voll und ganz einsatzbereit für neue Abenteuer.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272