1951 Buick Eight Super Riviera Hardtop Coupé
- Beeindruckendes Coupé aus den frühen 1950ern
- Angetrieben von einem Reihenachtzylinder
- Absolut beeindruckende Erscheinung
Schätzwert
EUR 28.000 – 38.000
Technische Details
Chassis
46264179
Papiere
Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)
Auktion
Auktion
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum
18. Oktober 2025
Besichtigung
17. und 18. Oktober 2025
Amerika hatte 1951 den Krieg hinter sich gelassen und blickte voller Optimismus nach vorn. Nirgends zeigte sich das deutlicher als in Detroit, wo die Chromleisten länger, die Kühlergrills breiter und die Motorhauben gewaltiger wurden. Buick, die gediegene Marke im General-Motors-Universum, brachte in diesem Jahr ein Coupé, das wie eine Verheißung wirkte: das Super Riviera Hardtop Coupé.
Riviera hieß bei Buick nicht ein Modell, sondern eine Karosserieform – das Hardtop, also ein Coupé ohne B-Säule, mit der Eleganz eines Cabrios, aber festem Dach. Wenn alle vier Scheiben verschwanden, öffnete sich eine fast ununterbrochene Seitenlinie, die Freiheit versprach und zugleich gediegene Solidität bot. Buick nannte es selbstbewusst »Two-Door Riviera«, und wer darin Platz nahm, wusste, dass er angekommen war.
Unter der endlosen Haube arbeitete ein Fireball-Straight-Eight, ein Reihenachtzylinder mit 4,1 Litern Hubraum und knapp 125 PS. Kein Sportmotor, sondern ein seidenweicher Gleiter, perfekt für die neuen Highways. Die Kraft floss über die Dynaflow-Automatik, die schon im Prospekt mit „butterweichem Gleiten“ beworben wurde.
Auch die Erscheinung sprach eine deutliche Sprache: „Sweepspear“-Linie über die Flanken, ein Kühlergrill, der an ein breites Lächeln erinnerte, und innen so viel Platz, dass man mehr Salon als Auto vermuten konnte.
Das Super Riviera Hardtop Coupé von 1951 war nicht einfach ein Coupé, sondern eine große Geste. Ein Auto für jene, die nicht nur fahren wollten, sondern gleiten, repräsentieren, genießen, ein Monument der frühen Fünfziger – zwischen Chromträumen und Highway-Romantik.
Dieses Super Riviere Coupé war zuletzt in New Jersey zugelassen, bevor es 2021 nach Österreich kam. Sein neuer Besitzer hatte lange nach einem passenden Exemplar gesucht und es in diesem Exemplar gefunden, das seinen hohen Ansprüchen gerecht wurde. Dennoch wurde noch ein wenig nachgebessert.
Zunächst wurde ein Mechanismus konstruiert, um die Sitzbank 5 cm weiter nach hinten zu setzen. Im Dezember 2022 wurden die Auspuffkrümmer genauestens geplant und neue Stehbolzen dafür angefertigt. Im März darauf bekam die Lichtmaschine einen neuen Spannungsregler von Bosch, im Mai wurde das Getriebe neu abgedichtet. Im August wurde ein neu angefertigter Kühler verbaut, um den hochsommerlichen Temperaturen Herr zu werden. Zwischenzeitlich war die Hinterachse ein klein wenig höher gelegt worden, damit der Buick wieder gerade auf allen vier Rädern stand.
Seither wurde das beeindruckende Coupé bei gelegentlichen Ausfahrten genossen, zuletzt bei der Überstellung auf der Autobahn von Wien nach Salzburg, die ohne Probleme absolviert wurde. Zum Auto dazu gibt es noch die originalen Fenderskirts.
Vor uns steht ein überwältigendes Hardtop-Coupé, das seinerzeit zum Exklusivsten gehörte, was der amerikanische Markt zu bieten hatte, ein absolut beeindruckendes Automobil, das aus jedem Blickwinkel fasziniert.
Wolfgang Humer, 0650 7262524
Reinhard Granner, 0699 17127272