1950 Studebaker Champion Starlight Coupé
Schätzwert / Estimate
€ 15.000 – 25.000
Ohne Limit / Without Reserve
Technische Details / Technical DETAILS
Fahrgestell / Chassis
G661035
Motor / Engine
–
Papiere / Documents
Österreichische Einzelgenehmigung (1983)
Auktion / Auction
Ort / Location
CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
Datum / Date
17. Oktober 2026
11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing
16. und 17. Oktober 2026
Studebakers ikonisches Design von 1950
Als Neuwagen nach Österreich ausgeliefert
Lange Jahre im Museum verbracht
Erfolgreiche Schauspielkarriere
Verantwortlich für das Design bei Studebaker war in den Nachkriegsjahren Raymond Loewys New Yorker Designstudio. Besonders die Modelle des Jahrgangs 1950 sorgten mit ihrer markanten „Bullet Nose“ für Aufsehen. Wo andere Kühlergrills immer breiter wurden, setzte Studebaker einen verchromten Kegel mitten in die Front. Ein bisschen Flugzeug, ein bisschen Rakete und garantiert nicht zu übersehen.
Unter dem Blech ging es deutlich bodenständiger zu. Der Champion war als sparsameres Modell unterhalb des größeren Commander positioniert und wurde von einem 2,8-Liter-Sechszylinder angetrieben. Rund 85 PS mussten reichen, dafür hielt sich der Studebaker beim Benzinverbrauch für amerikanische Verhältnisse angenehm zurück. Schließlich war der Champion ursprünglich als erschwingliches Auto für eine breite Käuferschicht gedacht. Nach dem Krieg gehörte man zu den ersten amerikanischen Herstellern mit vollständig neu gestalteten Modellen.
Eine weiterer Designkniff Loewys war die gewölbte Scheibe rund um das ganze Heck. Sie war anfangs optional erhältlich, beim Starlight Coupé wurde sie 1950 schließlich zum eigentlichen Erkennungsmerkmal. Der Champion von 1950 brachte die Aufbruchsstimmung der Nachkriegsjahre treffend auf die Straße. Technisch vernünftig, optisch Avantgarde.
Dieser Studebaker Champion wurde bereits am 13. Oktober 1950 erstmals in Österreich zugelassen und trug damals das Kennzeichen W 23.106. Jahrzehnte später landete er in einem Museum, aus dem ihn schließlich sein heutiger Einbringer erwarb. Ungesehen wohlgemerkt – allein das außergewöhnliche Design hatte gereicht.
Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus, der bald einiges an Arbeit folgen sollte. Der tatsächliche technische Zustand hielt nämlich nicht ganz, was die Beschreibung versprochen hatte. Also wurde die Bremsanlage aufwendig auf ein Zweikreissystem umgebaut, die Elektrik teilweise überholt und ein Satz neuer Weißwandreifen montiert. Heute läuft der Motor seidenweich, die Kraftübertragung übernimmt ein Automatikgetriebe.
Seinen ungewöhnlichsten Auftritt hatte der Champion allerdings nicht auf der Straße, sondern auf der Bühne. Bei „West Side Story“ auf der Seebühne in Mörbisch gehörte er zu den automobilen Hauptdarstellern. Aus diesem Engagement stammt auch seine auffällige Police-Beklebung, die ihm erstaunlich gut steht. Zu größerer Bekanntheit verhalf ihm außerdem ein ausführlicher Artikel in der „Autorevue“.
Nun kommt der Champion aus einem denkbar einfachen Grund zur Auktion: Sein Besitzer fährt schlicht zu wenig mit ihm. Nach Museum und Seebühne ist nun also wieder die Straße an der Reihe. Dort gehört ein Auto schließlich hin – selbst wenn es zwischendurch Karriere beim Theater gemacht hat.
Studebaker’s iconic 1950 design
Delivered new in Austria
Spent many years in a museum
A successful acting career
In the post-war years, Studebaker’s styling was entrusted to Raymond Loewy’s New York design studio. The 1950 models in particular caused a stir with their distinctive “Bullet Nose”. While other radiator grilles were getting ever wider, Studebaker planted a chrome cone right in the middle of the nose. A little aeroplane, a little rocket and absolutely impossible to miss.
Underneath, things were considerably more conventional. The Champion was positioned as the more economical model below the larger Commander and powered by a 2.8-litre straight-six. Around 85 hp had to suffice, but in return the Studebaker was pleasantly restrained in its thirst by American standards. The Champion, after all, had been conceived as an affordable car for a broad range of buyers. And after the war, Studebaker was among the first American manufacturers to introduce an entirely new generation of cars.
Another Loewy design flourish was the curved glass wrapping around the rear. Initially offered as an option, by 1950 it had become the defining feature of the Starlight Coupe. The 1950 Champion captured the optimism of the post-war years rather neatly. Mechanically sensible, visually avant-garde.
This Studebaker Champion was first registered in Austria on 13 October 1950, wearing the registration W 23.106. Decades later, it found its way into a museum, where its present consignor eventually discovered it. He bought it sight unseen, no less – the extraordinary design alone was enough.
It was a decision made on instinct, and one that was soon followed by a fair amount of work. The car’s actual mechanical condition did not quite live up to its description. The braking system was therefore extensively converted to a dual-circuit setup, the electrics were partially overhauled and a new set of whitewall tyres fitted. Today, the engine runs silkily, with an automatic transmission taking care of the shifting.
The Champion’s most unusual appearance, however, was not on the road but on stage. During a production of “West Side Story” at the Mörbisch Lake Festival, it was one of the automotive stars of the show. Its eye-catching Police livery dates from that engagement – and suits it surprisingly well. It also enjoyed further attention courtesy of an extensive feature in the Austrian motoring magazine “Autorevue”.
The Champion is now coming to auction for a refreshingly simple reason: its owner simply does not drive it enough. After the museum and the stage, it is time for the road again. Which is where a car belongs, after all – even one with an acting career on its CV.
Wolfgang Humer, +43 650 7262524
Reinhard Granner, +43 699 17127272