Lot 60

1959 Austin-Healey 100/6

  • Seit 1990 in Deutschland zugelassen
  • Vor fünf Jahren umfassend restauriert
  • Optimiert und auf Sportlichkeit getrimmt
  • Kürzlich von einer Fachwerkstätte durchgesehen
  • Matching Numbers

Schätzwert

EUR 50.000 – 65.000

Technische Details

Chassis

BN4-LO/76355

Motor

26D/RU/H76355

Papiere

Österreichische Einzelgenehmigung (historisch)
Deutsche historische Zulassung

Auktion

Auktion

CLASSIC EXPO Salzburg
Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg

Datum

18. Oktober 2025

Besichtigung

17. und 18. Oktober 2025

Als Austin-Healey 1956 den 100/6 vorstellte, markierte er den Beginn einer neuen Generation britischer Roadster. Nach dem charismatischen, aber engen 100/4 erhielt der 100/6 – intern BN4 genannt – erstmals einen Sechszylindermotor, mehr Platz und ein kleines Notsitzpaar im Fond. Der Reihensechszylinder mit 2,6 Litern Hubraum leistete zunächst 102, später 117 PS – mehr als genug für den kompakten Roadster – und überzeugte mit deutlich mehr Elastizität und Laufruhe als sein vierzylindriger Vorgänger.

Optisch blieb Donald Healeys Erfolgsformel unverändert: die lange Motorhaube, die niedrige Gürtellinie und das charakteristische, leicht nach hinten geneigte Oval des Kühlergrills. Unter dem Blech jedoch tat sich viel. Der 100/6 erhielt ein überarbeitetes Chassis mit verbesserter Kühlung, modifiziertem Getriebe und erstmals die Option auf Overdrive. Damit wurde der Brite zum echten Grand Tourer – schnell, elegant und für lange Strecken geschaffen.

Gebaut wurde der 100/6 zunächst in Longbridge, später in Abingdon, wo auch die MG-Modelle entstanden. Zwischen 1956 und 1959 liefen rund 14.000 Exemplare vom Band, ab 1958 als BN6 wieder als reiner Zweisitzer. 1959 übernahm schließlich der 3000 Mk I die Bühne.

Dieser Austin-Healey wurde im Februar 1959 in die USA ausgeliefert und bereits 1990 nach Deutschland importiert. Um 2020 wurde der Wagen umfassend restauriert und optisch sportlich verfeinert: mit seitlichen Luftauslässen zur besseren Kühlung, Lederverschlüssen auf der Motorhaube und dem Verzicht auf Stoßstangen. 2023 erfolgte eine technische Überarbeitung in einer renommierten Tiroler Fachwerkstätte. Ein Kompressionsdiagramm weist Werte zwischen 9,5 und 9,9 bar auf allen sechs Zylindern aus – der laut Herstellerzertifikat noch originale Motor läuft entsprechend kraftvoll und sonor.

Fünf Jahre nach der Restaurierung zeigt sich der Healey nahezu makellos und begeistert mit seinem bulligen Auftritt und seinem sportlichen Charakter – ein authentischer Roadster, an dem Kenner ihres Fachs sichtlich mit Leidenschaft gearbeitet haben.

Interesse? Fragen?

Wolfgang Humer, 0650 7262524

Reinhard Granner, 0699 17127272

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